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Entgegen allen Erwartungen: Rohöl fällt ab jetzt saisonal

Viele Marktbeobachter rechnen damit, dass der Rohölpreis wegen der beginnenden Heizsaison im Herbst saisonal steigt. Schließlich bedeutet die Heizsaison auf der Nordhalbkugel einen erhöhten Energieverbrauch. Doch ist dem wirklich so?

Dimitri Speck, Mitgründer und Geschäftsführer des deutsch-österreichischen Fintechs Seasonax.
Dimitri Speck, Mitgründer und Geschäftsführer des deutsch-österreichischen Fintechs Seasonax.
© Seasonax

Dem stehen aber andere Faktoren wie die Nutzung anderer Energieträger, wirtschaftliche Zyklen und oft vorher vereinbarte Preise entgegen. Wie ist die Saisonalität von Rohöl
tatsächlich? Dazu sieht man sich am besten den tatsächlichen jahreszeitlichen Verlauf des
Spot-Preises der wichtigen Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) anhand eines saisonalen Charts an. Dieser zeigt dazu den durchschnittlichen Verlauf von Rohöl über die letzten 20 Jahre in Abhängigkeit von der Jahreszeit an. So erkennt man auf einen Blick den saisonalen Trend von Rohöl. Dimitri Speck, Gründer und Head Analyst von Seasonax, hat einen  verketteten Future gewählt (Bloomberg Single Commodity Excess Return Index), da man als Investor wahrscheinlich einen Future (oder ein Derivat) und nicht das physische Öl handeln wird.

Rohöl: saisonaler Verlauf, ermittelt über 20 Jahre
In Dunkelblau ist die schwache Saison markiert. Sie dauert vom 7. September bis zum 20. Dezember.

In der Heizsaison liegt die saisonal schwache Zeit für Rohöl 

Quelle: Seasonax

Rohöl fällt Im Herbst oft dramatisch
Wie man sieht, fällt - anders als von wohl von den meisten Marktbeobachtern erwartet - der Rohölpreis in der Heizsaison typischerweise. Manchmal treffen also die Erwartungen nicht ein. – ein Grund mehr, sich die Saisonalität immer genau anzusehen, meint Speck. Der durchschnittliche Verlust von Rohöl in dieser Phase lag in den vergangenen 20 Jahren bei 11,52 Prozent. In elf von 20 Fällen fiel Rohöl, in neun stieg es währenddessen.

Schwacher Herbst
Das nachfolgende Balkendiagramm zeigt die Preisentwicklung für die Jahre ab 2000 in der Phase zwischen dem 7. September bis zum 20. Dezember. Die roten Balken repräsentieren die Jahre mit Verlusten im Herbst. Sie dominieren in Anzahl und Ausmaß.

Quelle: Seasonax

Das verdeutlicht, dass nicht nur ein einzelner Ausreißer die saisonale Schwäche im Chart genierte. Vielmehr kam es in der betreffenden Jahreszeit tatsächlich öfter zu durchaus stärkeren Kursrückgängen. "Es liegt eben eine echte schwache Preissaison inmitten der
Heizsaison vor", konstatiert Speck abschließend. 

Wer den saisonalen Verlauf von anderen Rohstoffen oder auch von Aktien ansehen will, für den besteht die Gelegenheit, dies via www.seasonax.com auch zu tun. (kb)
 

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