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Enger Markt und Zinspolitik treiben Kupferpreise

Kupfer nahm an der London Metal Exchange zu Redaktionsschluss Kurs auf die Marke von 14.000 US-Dollar. Rohstoffmangel in China, rasch sinkende LME-Bestände und die stärkste Backwardation seit Januar verdichten die Signale für eine kurzfristige Verknappung.

Kupfer notierte zuletzt bi 14.000 Dollar je Tonne – Fed und mögliche Angebotsengpässe treiben die Notierungen.
Kupfer notierte zuletzt bi 14.000 Dollar je Tonne – Fed und mögliche Angebotsengpässe treiben die Notierungen.© svastix / stock.adobe.com/KI-generiert

ECKPUNKTE:

  • Kupfer steuert im Juli auf ein Plus von mehr als drei Prozent zu
  • LME-Bestände seit Mitte April um fast 40 Prozent gesunken
  • Chinesische Importprämien auf höchstem Stand seit 2022

Kupfer notierte am Freitagnachmittag bei 13.825 US-Dollar je Tonne. Damit steht an der London Metal Exchange (LME) im Juli ein Plus von mehr als drei Prozent zu Buche. Allein am Donnerstag legte der Preis um 1,6 Prozent zu, nachdem die US-Notenbank auf eine weitere Zinserhöhung verzichtet hatte.

Für zusätzlichen Schub sorgt die angespannte Versorgung in China. Den dortigen Kupferhütten fehlen Schrott und Konzentrate, eine Änderung der Steuerregeln verschärft die Knappheit bei heimischem Schrott. Die Importprämien schossen vergangene Woche auf 115 US-Dollar je Tonne – den höchsten Stand seit 2022.

Auch die LME-Lager leeren sich: Seit Mitte April sind die Bestände um fast 40 Prozent gefallen. Kurzfristige Kontrakte notieren inzwischen rund 40 US-Dollar über Dreimonats-Futures. Es ist die stärkste Backwardation seit Januar, wie Bloomberg berichtet.

In den USA sind die Lager dagegen gut gefüllt. Die Comex-Bestände liegen fast dreimal so hoch wie vor einem Jahr. Rückenwind erhält Kupfer zudem von den Nachfrageerwartungen für Rechenzentren und Stromnetze. (bloomberg/hw)

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