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Energiewende 2.0: Investmentschancen in Zeiten steigenden Strombedarfs

Die nächste Phase der Energiewende erfordert eine umfassende Umstellung der herkömmlichen Infrastruktur auf erneuerbare Energien. Für Philippe Garrel, Head of Energy Transition Funds bei Sienna Investment Managers, sollte nun die „Energiewende 2.0“ vorbereitet werden.

© Nomi2626 / stock.adobe.com

Philippe Garrel, Head of Energy Transition Funds bei Sienna Investment Managers betont, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und die Weiterentwicklung von Speichertechnologien entscheidend sind, um unter anderem die derzeit steigende Volatilität der Strompreise in den Griff zu bekommen und den wachsenden Energiebedarf zu decken. Nicht zuletzt rückt für Garrel das Streben Europas nach Energieunabhängigkeit in den Vordergrund.

Innovationen in die Stabilität des Netzes und in Speichertechnologie sind erforderlich
In diesem Zusammenhang spielt die Förderung neuer Technologien wie grüner Wasserstoff und intelligenter Netztechnologien eine zentrale Rolle. Laut Garrel werden diese Innovationen maßgeblich dazu beitragen, die zukünftige Energieversorgung zu sichern und gleichzeitig die Stabilität des Stromnetzes zu gewährleisten. In seinem aktuellen Marktkommentar erläutert Garrel drei wesentliche Aspekte der neuen Phase der Energiewende:

Dezentrale Einspeisung von Energie ins Netz erfordert intelligente Netztechnologien
Weiterer Ausbau der Kapazitäten erneuerbarer Energien und Investitionen in Netzstabilität und intelligente Netztechnologien: Der Übergang von großen, zentralen Kraftwerken hin zu dezentralen erneuerbaren Energiequellen ist ein grundlegender Schritt. Dieser Wandel erfordert einen weiteren massiven Ausbau der Kapazitäten erneuerbarer Energien und erhebliche Investitionen in die Netzstabilität und intelligente Netztechnologien, um die fluktuierende Erzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zur Energieunabhängigkeit Europas, die angesichts geopolitischer Spannungen immer wichtiger wird.

Förderung neuer Technologien unabdingbar
Innovationen im Bereich der Energiespeicherung, wie Batteriespeicher, grüner Wasserstoff und E-Fuels, sind entscheidend, um die Volatilität der erneuerbaren Energien zu bewältigen. Diese Technologien ermöglichen eine bessere Integration von Solar- und Windenergie und tragen zur Netzstabilität bei.

Starker Anstieg des Energieverbrauchs erwartet
Einer der Hauptgründe für die Notwendigkeit neuer Energieerzeugungstechnologien ist der starke Anstieg des Energieverbrauchs in den kommenden Jahren. Insbesondere in der Industrie wird ein steigender Strombedarf für Rechenzentren sowie für die Elektrifizierung der Mobilität erwartet. Auch die Herstellung von E-Fuels wie SAF (Sustainable Aviation Fuels) für die Luftfahrt wird erhebliche Mengen an zusätzlicher elektrischer Energie erfordern. All diese Faktoren deuten darauf hin, dass die Stromnachfrage im nächsten Jahrzehnt signifikant ansteigen wird.

Regulatorik
Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende ist ein klarer und stabiler regulatorischer Rahmen unabdingbar. Die Politik muss Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen in erneuerbare Energien und die notwendige Infrastruktur fördern. Dazu gehören nicht nur finanzielle Anreize, sondern auch regulatorische Maßnahmen, die Innovationen und den Markteintritt neuer Technologien unterstützen.

Chancen für institutionelle Investoren
Besonders institutionelle Investoren sollten sich laut Garrel auf Projekte konzentrieren, die durch technologische Innovation und regulatorische Unterstützung abgesichert sind, um das Disruptionsrisiko zu minimieren. Die Energiewende bietet hier große Chancen. Investitionen in erneuerbare Energien und die dazugehörige Infrastruktur tragen nicht nur zur Dekarbonisierung bei, sondern versprechen auch stabile Renditen, so Garrel. (kb)

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