Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Energiepreise treiben weiterhin die Inflation

Die Energiepreise haben in hohem Maße zur weltweiten Inflationsstimmung beigetragen. Was das für die US-Regierung und die Zentralbanken bedeutet, erläutert John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management.

John Vail
John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management
© Nikko AM

"Die US-Regierung hat versucht, die OPEC zu einer höheren Produktion zu drängen. Die OPEC aber will ihren Zeitplan für schrittweise Erhöhungen beibehalten, um die Preise auf hohem Niveau zu halten und dem Nachfragewachstum zu entsprechen. Die Lagerbestände sind weltweit sehr niedrig. Und obwohl die US-Produzenten weit unter dem Niveau von vor der Pandemie liegen, scheinen sie nicht in der Lage zu sein, ihre Produktion zu erhöhen", sagt John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko AM.

ESG als Kreditbemse für US Fracking-industrie?
Womöglich sei das darauf zurückzuführen, so Val weiter, dass die Kreditgeber aus ESG-Gründen zögern, Mittel bereitzustellen. Natürlich könnten sie inzwischen eine gewisse Produktionssteigerung aus den hohen Gewinnen selbst finanzieren, aber davon sei bisher wenig zu sehen. In der Vergangenheit hätten hohe Ölpreise das BIP über eine steigende Ölproduktion beflügelt. Nicht dieses Mal.

Auch eine Verringerung der fiskalischen Anreize könnte die Inflation senken. Die Aussichten auf ein zweites Infrastrukturpaket sind aber weiterhin gut.

Ölnachfrage wird wohl weiter zulegen
Angesichts der weltweit zunehmenden Nutzung von Auto- und Flugverkehr dürfte die Ölnachfrage weiter steigen. Vail: "Die Rohstoffpreise dürften daher gestützt sein, sofern das Virus in diesem Winter nicht zu einer größeren Anzahl von Todesfällen oder Betriebsstilllegungen führt – es sei denn, die Fed und die EZB versuchen, ihre Volkswirtschaften zu bremsen und die Fantasie der Spekulanten zu zügeln." 

Eine hohe Inflation kann den inflationsbereinigten persönlichen Verbrauch und damit das reale BIP verringern, es sei denn, die Verbraucher rechnen mit weiter steigenden Preisen und ausreichendem Einkommen oder Kreditmöglichkeiten in der Zukunft. (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren