Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Märkte

| Märkte
twitterlinkedInXING

Energiekrise sorgt für Dividendenrekord in einem dritten Quartal

Steigende Ausschüttungen im Ölsektor trieben weltweite Dividenden auf 415,9 Milliarden US-Dollar. Das stellt einen Rekord für ein drittes Quartal dar; das bereinigte Wachstum betrug 10,3 Prozent, meldet Janus Henderson anhand der Entwicklung des Janus Henderson Global Dividend Index.

Daniela Brogt, Janus Henderson
Daniela Brogt, Head of Sales Germany & Austria bei Janus Henderson Investors   
© Janus Henderson Investors

Laut dem aktuellen Janus Henderson Global Dividend Index sorgte die Energiekrise für einen starken Anstieg der Dividenden im dritten Quartal, da die Ölgesellschaften Rekordgewinne an ihre Aktionäre ausschütteten. Die weltweiten Gesamtausschüttungen stiegen um 7,0 Prozent  auf 415,9 Milliarden US-Dollar und erreichten damit einen neuen Rekord für ein drittes Quartal. Unter Berücksichtigung der US-Dollar-Stärke und anderer Faktoren lag der bereinigte Anstieg bei 10,3 Prozent.

Weltweit erhöhten 90 Prozent der Firmen ihre Dividenden oder hielten sie konstant
Dies liegt leicht unter den 94 Prozent, die in der ersten Jahreshälfte verzeichnet wurden. „Bei den europäischen Unternehmen in unserem Index erhöhten zwar insgesamt 96 Prozent ihre Dividenden oder hielten sie konstant, aber da in Europa die Dividenden schwerpunktmäßig im zweiten Quartal ausgeschüttet werden, ist hier das dritte Quartal saisonbedingt viel schwächer und beschränkt sich auf einige wenige Sektoren und Länder. So zahlt normalerweise kein deutsches Unternehmen in unserem Index in diesem Zeitraum eine Dividende“, sagt Marc Theis (Bild links), Sales Director, Germany & Austria bei Janus Henderson. Für das Gesamtjahr 2022 ist er zuversichtlich: „Wir erwarten auch in Deutschland insgesamt eine Steigerung der Ausschüttungen.“

Steigende Öldividenden kompensieren Einbruch der Bergbauausschüttungen
Globale Sektortrends sind derzeit tonangebend. So waren die Öl- und Gasproduzenten die größten Wachstumstreiber im dritten Quartal. Sie steigerten ihre Gesamtdividenden im Vergleich zum Vorjahr um drei Viertel auf einen Rekordbetrag von 46,4 Milliarden US-Dollar. Weltweit haben die Ölgesellschaften ihre Ausschüttungen erhöht, und zwar größtenteils durch Sonderdividenden und nicht durch eine Erhöhung der regulären Zahlungen. Besonders stark fielen die Öldividenden in den Emerging Markets, Asien und Nordamerika aus, wobei die größte Erhöhung von Petrobras in Brasilien kam. Ohne den positiven Einfluss dieses Sektors wäre der Gesamtbetrag im dritten Quartal in etwa gleich geblieben. Der Anstieg im Ölsektor entsprach genau dem Einbruch im Bergbausektor. Hier kürzen die Unternehmen als Reaktion auf die niedrigeren Rohstoffpreise ihre Dividenden nach den jüngsten Rekordwerten, wovon vor allem Australien betroffen ist. Zuwächse gab es in fast allen anderen Sektoren, vor allem im Verkehr (einschließlich Schifffahrt), bei Banken, Halbleitern und Chemie.

Taiwan und die USA trugen am deutlichsten zum Wachstum bei
Aus geografischer Sicht trugen Taiwan, die USA, Hongkong und Kanada am stärksten zum Wachstum bei. Energie- und Finanzwerte waren für die drei letztgenannten Länder ausschlaggebend, aber in Taiwan zeigte sich eine außergewöhnliche Stärke in zahlreichen Branchen. Das dritte Quartal ist saisonbedingt sehr wichtig für chinesische Dividenden. Hier blieb das bereinigte Wachstum der Ausschüttungen hinter dem der anderen Länder zurück (+6,7 Prozent), und ein Drittel der Unternehmen in unserem Index kürzte die Dividenden – der chinesische Immobiliensektor, der von einem starken Abschwung betroffen war, war ein besonderer Verlustfaktor.

Prognose angehoben
Das erfreuliche dritte Quartal hat Janus Henderson dazu veranlasst, seine Prognose für das  Gesamtjahr um 30 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Dies ist vor allem auf höhere einmalige Sonderdividenden sowie auf die starke Entwicklung im Ölsektor und in Asien zurückzuführen. Janus Henderson rechnet nun mit Gesamtdividenden in Höhe von 1,56 Billionen US-Dollar, 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das bereinigte Wachstum wird voraussichtlich 8,9 Prozent  betragen, was einem Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber den Erwartungen von Janus Henderson vor drei Monaten entspricht und immer noch deutlich über dem langfristigen Dividendenwachstumstrend von fünf bis sechs Prozent liegt.

Hohe Ausschüttungen aus dem Öl-Sektor sind wohl nicht nachhaltig
Jane Shoemake, Client Portfolio Manager for Global Equity Income, sagt: „Der sprunghafte Anstieg der Öldividenden fiel mit Kürzungen bei den Bergbauunternehmen zusammen, wobei die Ausschüttungen in diesem Sektor im historischen Vergleich immer noch sehr hoch sind. Wie andere Rohstoffe sind auch die Energiepreise zyklisch, und der Ölpreis liegt bereits unter dem zu Jahresbeginn erreichten Niveau. Es ist also unwahrscheinlich, dass die derzeitige außergewöhnliche Höhe der Ausschüttungen von Dauer ist.“

Dividendendeckung liegt nahe ser historischen Höchststände
„Ab 2023 wird sich das langsamere globale Wirtschaftswachstum wahrscheinlich auf die Gewinne und die Möglichkeit einiger Unternehmen, ihre Ausschüttungen zu erhöhen, auswirken. Die Dividendendeckung, also das Verhältnis zwischen den Gewinnen eines Unternehmens und seinen Dividenden, liegt jedoch nahe historischer Höchststände. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Profitabilität derzeit hoch ist und gleichzeitig die Pandemie viele Unternehmen dazu veranlasst hat, ihre Dividenden auf ein nachhaltigeres Niveau anzuheben. Selbst wenn die Gewinne 2023 unter Druck geraten, könnte dies eine gewisse Unterstützung bieten. Entscheidend ist, dass die Dividenden über den Konjunkturzyklus hinweg viel weniger schwanken als die Gewinne, da die Unternehmen bestrebt sind, ein nachhaltiges Renditenniveau für ihre Anleger aufrechtzuerhalten“, sagt Daniela Brogt, Head of Sales Germany & Austria bei Janus Henderson Investors. (kb)   

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schließen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren