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Energieknappheit: Futures signalisieren Licht am Ende des Tunnels

Für Peter De Coensel, Member of the Management Board bei DPAM, sind Rohstoffe sind eine extrem volatile Anlageklasse. Für Profis interessant sind die verschiedenen Futurespreise zu den unterschiedlichen Abrechnungszeitpunkten, aus denen Investoren Schlüsse ziehen können.

Peter De Coensel, leitender Anlagestratege für Anleihen bei Degroof Petercam Asset Management (DPAM)
Peter De Coensel, Degroof Petercam Asset Management (DPAM)
© Degroof Petercam Asset Management

Der Forward Spread (Kontraktdifferenz) für WTI-Rohöl zwischen den Terminen November 2021 (Schlusskurs 82,66 USD) und November 2022 (Schlusskurs 73,47 USD) lag Ende letzter Woche bei 9,19 US-Dollar. Das ist ein seltener Zustand. Diese Differenz spiegelt in Echtzeit die Angebot-Nachfrage-Situation unter Berücksichtigung von Zinssätzen sowie Lagerungs- und Finanzierungskosten wider, schreibt Peter De Coensel, Member of the Management Board bei DPAM, in einer Marktanalyse.

Rohstoffe hochvolatil, Frühjahr sollte niedrigere Preise bringen
Der WTI-Öl-Kontrakt wird an den ‚At-the-Money‘-Optionsmärkten mit einer impliziten Volatilität zwischen 30 und 35 Prozent gehandelt. Bei Erdgas-Optionskontrakten ist die implizite Volatilität mit Blick auf die kommenden fünf Monate auf über 100 Prozent angestiegen, um für April 2022 wieder auf 50 Prozent zu fallen. "Der Grund für solch einen Rückgang liegt in saisonalen Faktoren. Engpässe bei Erdgas treten häufig zwischen Oktober und März auf und nehmen ab, wenn sich die Lagerbestände im Frühjahr und Sommer aufbauen", erklärt De Coensel

Für De Counsel ist die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass wir im ersten Halbjahr 2021 den Höhepunkt des Wachstums gesehen haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den kommenden sechs Monaten den Höhepunkt der Inflation erreichen, könnte von hier an steigen. Die Finanzbehörden werden in der Debatte um das Tapering und die Straffung der Leitzinsen mutiger. "Interessanterweise erreichte der Rohstoffsektor im Jahr 2011 seinen Höchststand - ein Niveau, das wir auch heute wieder sehen - im Monat März, um von diesem Niveau bis Jahresende wieder um 16 Prozent und bis Ende 2015 sogar um 35 Prozent zu fallen", erklärt De Coensel abschließend. (aa)

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