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Endspiel für die High Yield Rallye?

Mikael Lundström ist CIO beim nordischen Asset Manager Evli. Er investiert in den europäischen High Yield Markt seit dessen Entstehung 1999 und ist Portfolio Manager des Evli Corporate Bond Fund und des Evli European High Yield Fund seit deren Lancierung.

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Mikael Lundström
© Evli

Anfang des Jahres und damit zu einer Zeit, als es an den Kapital- und Kreditmärkten alles andere als gut aussah und keine Neuemissionen kamen, haben die Experten von Evli ihren Investoren zum Aufbau von High Yield Exposure geraten. Der Ratschlag, nach der ungerechtfertigten Panik von November und Dezember 2018 in den Markt zu gehen, zahlte sich aus: Von Januar bis Mai stieg der europäische High Yield Index um mehr als 6,5 Prozent.

Negative Staatsanleiherenditen halten die Nachfrage nach Short Duration High Yields hoch. Doch was die Rallye in High Yield unterstützte, waren die langen Kaufzeiten, da die letzten Zinsentschiedungen halfen, dass Langläufer outperformten.

Rallye verliert Momentum
Die Rallye in diesem Jahr war stärker als erwartet. In dieser Stärke kann sie unmöglich weitergehen, aber ein wenig Platz für eine weitere Spreadeinengung sieht Lundström schon. Die Makro-Risiken und politischen Risiken und weniger die emittentenspezifischen Risiken, die man im Januar beobachten konnte, bestehen unvermindert fort, allerdings hat sich die Stimmung gebessert.

Hig Yield Fundamentals sind robust
Die Neuemissionstätigkeit bei High Yields ist wieder zum Leben erwacht, der Leverage der Emittenten ist niedrig geblieben. Die Mittelverwendung heute ist mit einem geringerem Risiko in Bezug auf die Verschlechterung von Ratings ausgestattet als jemals zuvor. Die meisten Firmen berichten annehmbare Ergebisse, und nur wenige haben enttäuscht. Die Ausfallsraten bei europäischem High Yield sind sehr gering und sie sollten sich nicht verändern. Unternehmen profitieren nach wie vor von dem Niedrigzinsumfeld und vernüftigen Verschuldungsniveaus. 

Es zahlt sich aus, investiert zu bleiben
Nach dieser scharfen High Yield-Rallye suchen manche Investoren nach Gründen, um sich zu verabschieden. "Sicherlich wird es immer wieder zu Problemen am Markt kommen, man denke nur an das vierte Quartal 2018. Aber wo sonst kann man noch positive Renditen erzielen?", fragt Lundström. Die Renditejagd werde notgedrungen weitergehen, da viele Assetklassen -  speziell im Fixed Income-Bereich - ertragslos seien.

Vertretbares Spreadniveau auch bei Single B
Bei einem gegenwärtigen Spreadniveau von 406 Basispunkten ist der europäische High Yield Markt in der Nähe der Niveaus von 2016/17. Wer damals einstieg, für den zahlte es sich aus, betrug doch die Drei-Jahres-Rendite kumuliert mehr als 15 Prozent. Betrachtet man den Single B-Markt, liegen die Spreads gegenwärtig bei um die 575 Basispunkte, was in den drei darauffolgenden Jahren ebenfalls zu attraktiven Renditen führte. Historisch betrachtet, war er Spread 45 Prozent der Zeit der letzten 20 Jahre niedriger.

Gute Renditen bei High Yield erfordern kein starkes Wachstum, eher die Vermeidung einer Rezession. Der makroökonomische Outlook für Europa sieht Gott sei Dank ein schwaches, aber positives Wachstum voraus.

Zusammenfassung
Ddie Trauben hängen heute zwar höher, und Selektion ist Trumpf. Deswegen sollte man aber den Markt nicht verlassen, sondern lediglich seine Hausaufgaben machen, um nicht abgestraft zu werden. Evli sieht sich als Spezialist in European Credit für die Marktphase bestens gerüstet. Das beste Potential sollte in den stabileren Senior High Yield Bonds und bei den nordischen Emittenten zu finden sein. Nordic Credits sind ja das Spezialsgebiet von Evli. Der Evli European High Yield Fund bietet im Schnitt eine Rendite auf Endfälligkeit von fünf Prozent bei einer Duration von drei Jahren und eine gesunden Durchschnittsrating von Double-B minus. (kb)

 

 

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