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Endlich „Time for Action“: EU-Starthilfe für die Batterieindustrie

Diese Woche ging in Madrid die 25. Weltklimakonferenz zu Ende. Nun ist es Zeit, das Motto „Time for Action“ umzusetzen. „Eine mögliche Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels ist die Elektromobilität“, erklärt Mark Lewis, globaler Leiter für Nachhaltigkeitsforschung bei BNP Paribas AM.

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Mark Lewis, globaler Leiter für Nachhaltigkeitsforschung bei BNP Paribas Asset Management
© BNP Paribas AM

Dazu machen sich Regierungen und Industrie in Europa daran, eine eigene Batterieproduktion aufzubauen. Noch beherrschen Firmen wie CATL aus China und die Koreaner LG Chem und Samsung den Markt. Doch Europa habe hier eine enorme Chance gegen die starke Konkurrenz aus Asien, meint Mark Lewis, globaler Leiter für Nachhaltigkeitsforschung bei BNP Paribas Asset Management.

Nachhaltige Mobilität: Europa macht mit 3,2 Milliarden Euro Förderung mobil
Zum Ende des aktuellen Klimagipfels COP 25 in Madrid sind die weiteren Aussichten finster. Schon zu Beginn der Konferenz meldete die Weltorganisation für Meteorologie die höchste Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre seit Menschengedenken. Und der globale Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Klimagasen kletterte auf ein nie dagewesenes Rekordniveau von 55 Milliarden Tonnen pro Jahr, berichtet Lewis. Eine mögliche Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels ist die Elektromobilität. Doch die große Stärke der neuen Elektroautos ist zugleich auch ihre Achillesferse: Die Herstellung der Antriebsbatterien, meist in Fernost, belastet die Umwelt und auch die Entsorgung des Lithiums in den Akkus ist problematisch. 

Batteriefertigung: Akkus aus Europa
Abhilfe schaffen könnten hohe regulatorische Standards zur Umweltverträglichkeit, festgelegt etwa von der EU. Noch beherrschen jedoch Firmen wie CATL aus China und die Koreaner LG Chem und Samsung den Markt. Laut Expertenschätzungen werden derzeit mehr als 80 Prozent der Batterien weltweit in Asien produziert. Doch die EU hat jetzt den Weg zum Aufbau einer hiesigen Batterieproduktion bereitet und Anfang der Woche rund 3,2 Milliarden Euro Subventionen für ein europäisches Batteriezellen-Konsortium genehmigt. Erklärtes Ziel sei es, in Europa die innovativsten und nachhaltigsten Batterien zu bauen und so Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu sichern.

Das sind gute Neuigkeiten
Das Geschäft mit den Batterien anderen zu überlassen, wäre angesichts der Bedeutung der Autoindustrie, gerade für Deutschland, riskant, findet Lewis. Doch nicht nur die Automobilindustrie, auch die Klimaschützer dürften aufatmen: "Denn Europa hat hier eine enorme Chance gegen die starke Konkurrenz aus Asien. Wenn die Unternehmen umweltverträgliche Batterien entwickeln und den Kunden wirklich grüne E-Mobilität anbieten können, ist das ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um die umweltfreundlichsten Autos – und im Kampf gegen den Klimawandel."

Ein weiterer Lichtblick
Noch seien Elektroautos vergleichsweise teuer. Da aber Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebe, würden neue Anbieter dem Markt und den Verbrauchern gut tun. Sinkende Preise könnten dazu beitragen, auch Durchschnittsverdienern die E-Mobilität schmackhaft zu machen und den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids deutlich zu verringern, merkt Lewis an. (kb)

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