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Emerging Markets: Ein Metall als entscheidender Faktor

Nach der stark von Halbleiterwerten aus Südkorea und Taiwan getragenen Entwicklung im zweiten Quartal könnten sich die Chancen an den Emerging Markets nun verbreitern, erwartet City of London Investment Management. Insbesondere für Lateinamerika sieht das Unternehmen Chancen.

Rohstofforientierte Schwellenländer in Lateinamerika könnten vom KI-Infrastrukturausbau besonders profitieren, glaubt der Anbieter geschlossener Fonds, CLIM.
Rohstofforientierte Schwellenländer in Lateinamerika könnten vom KI-Infrastrukturausbau besonders profitieren, glaubt der Anbieter geschlossener Fonds, CLIM.© AdobeStock

Eckpunkte:

  • Südkorea und Taiwan könnte Lateinamerika profitieren
  • Nach Wichtige Nachfragetreiber für Kupfer sind Energiewende und Ausbau von KI-Rechenzentren
  • Rohstofforientierte Schwellenländer könnten die EM-Rally verbreitern

Schwellenländeraktien haben laut einem Marktkommentar von City of London Investment Management im zweiten Quartal deutlich stärker zugelegt als globale Aktien: Der MSCI Emerging Markets gewann in US-Dollar 24,15 Prozent, der MSCI ACWI 15,06 Prozent. Die Rally sei jedoch stark konzentriert gewesen. Die Länderindizes für Südkorea und Taiwan stiegen um 87,6 beziehungsweise 48,9 Prozent. (Quelle: MSCI South Korea Index und MSCI Taiwan Index, Total Return in US-Dollar, zweites Quartal 2026). Haupttreiber waren aus Sicht von CLIM Halbleiterunternehmen, die vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur profitierten. CLIM ist auf Investments in Closed-End Funds in Schwellenländern, entwickelten Märkten und Frontier Markets spezialisiert.

Kupfer profitiert von KI-Infrastruktur-Ausbau
Die EM-Rally könnte aus seiner Sicht breiter werden. Sollte der US-Dollar wieder schwächer tendieren und die Nachfrage nach Industriemetallen weiter steigen, könnten auch rohstofforientierte Schwellenländer zunehmend profitieren, erwartet CLIM. Neben der Energiewende werde der Ausbau von KI-Rechenzentren zu einem wichtigen Nachfragetreiber für Kupfer.

Knappe Industriemetalle
„Die traditionellen zyklischen Nachfragetreiber haben in den vergangenen Jahren kaum Impulse geliefert, insbesondere aufgrund der anhaltenden Schwäche des chinesischen Immobilienmarkts. Dies hat auch zu verhaltenen Investitionen im Bergbau beigetragen, sodass Industriemetalle wie Kupfer knapp bleiben könnten, während die Nachfrage durch KI und die Energiewende weiterwächst“, sagt Justin Kariya, Head of Economic & Market Strategy bei CLIM.

Chancen für große Märkte wie Brasilien und Mexiko
Davon könnte vor allem Lateinamerika profitieren, glaubt CLIM. Brasilien reagiere traditionell positiv auf steigende Rohstoffpreise und einen schwächeren Dollar, wobei die Präsidentschaftswahl im Oktober kurzfristig für Volatilität sorgen dürfte. Mexiko verbinde Rohstoffexposure mit Friendshoring und liefere zudem Hardware und Materialien für den Ausbau amerikanischer Rechenzentren. Sollte sich diese Konstellation bestätigen, wäre die nächste Phase der EM-Rally keine Abkehr vom KI-Thema, sondern dessen Verbreiterung – von Chips hin zu Kupfer und zu den Märkten, die den Ausbau der KI-Infrastruktur ermöglichten. (de)

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