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Einkaufsmanagerindizes Eurozone liefert mehrheitlich gute Nachrichten

In der Eurozone legt der Einkaufsmanagerindex im Januar für das verarbeitende Gewerbe von 46,3 auf 47,8 zu. Der Index für den Dienstleistungssektor fällt hingegen von 52,8 auf 52,2 wegen der Streiks in Frankreich. Der aggregierte Index des Industrie- und Dienstleistungssektors damit bleibt bei 50,9.

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© Katarzyna / stock.adobe.com

"Das lässt sich doch einmal sehen", stellt Dr. Thomas Gitzel (Bild), Chefökonom der VP Bank Gruppe, fest. "Im verarbeitenden Gewerbe geht es voran, wenngleich auf verhältnismäßig tiefem Niveau. Gerade das zuletzt leidgeprüfte verarbeitende Gewerbe in Deutschland scheint seinen Weg aus dem Tal der Tränen zu finden. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie liegt zwar noch deutlich unter der Expansionsschwelle von 50, doch es sah in den Herbstmonaten 2019 schon schlimmer aus. Auch die französische Industrie blickt im Januar optimistischer in die Zukunft."

Das verarbeitende Gewerbe wittert also Morgenluft
Gleichwohl springen die Ampeln noch nicht auf grün. Donald Trump knöpft sich nun die europäischen Handelspartner vor und droht erneut mit Auto-Importzöllen. Auch die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über ein Freihandelsabkommen werden schwierig. Es muss also nicht verwundern, dass das verarbeitende Gewerbe trotz einer Teillösung im sino-amerikanischen Handelsstreit nicht gleich in Euphorie ausbricht, analysiert der Ökonom.

Dienstleister sind optimistischer
Dies sind sie tatsächlich, auch wenn sich der entsprechende Einkaufsmanagerindex für die Eurozone insgesamt verschlechtert hat. Allerdings zeigt sich ein gemischtes Bild. Der deutsche Index macht einen klaren Satz nach oben, während es in Frankreich nach unten geht. "Die Streiks in Frankreich scheinen den Dienstleistern auf das Gemüt zu schlagen. Die gute Nachricht ist, dass der Rückgang in Frankreich einem Sondereffekt geschuldet ist. Werden die Blockaden beendet, dürfte das Konjunkturbarometer auch wieder zulegen", ist Dr. Gitzel überzeugt.

Für den Dienstleistungssektor bleibt die Ausgangssituation günstig
Trotz der konjunkturellen Delle sind die Arbeitsmärkte verhältnismäßig stabil, was die Geldbörsen der privaten Haushalte offen hält. Und ganz grundsätzlich gilt: Der Dienstleistungssektor ist aufgrund seiner Branchenzusammensetzung weit weniger konjunktursensitiv. Gedacht sei in diesem Zusammenhang zum Beispiel an den Gesundheitssektor.

Einkaufsmanagerindizes lassen nicht auf eine kräftige Erholung schließen
Es komme aber andererseits auch nicht schlimmer, und gerade das sei schon eine gute Nachricht, so Gitzel in seiner Beurteilung der konjunkturellen Lage. (kb)

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