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Kostenoptimierung mit ETFs - aber bitte nachhaltig

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Ein Fünftel der börsenotierten Unternehmen erzielt positiven Impact

Hauseigene Analysen von NN Investment Partners (NN IP) belegen, dass es weltweit eine überraschend hohe Zahl an börsennotierten Unternehmen gibt, die im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen eine positive Wirkung, einen Impact, erzielen.

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Willem Schramade (Bild), Senior Portfoliomanager Impact Investing bei NN Investment Partners, hält fest: "Unsere neuen Erkenntnisse unterstreichen unsere Überzeugung, dass finanzielle Erträge und ein Gewinn für Umwelt und Gesellschaft Hand in Hand gehen können. Unsere Analysen widerlegen gängige Argumente und Annahmen, die den Mythos stützen, dass Impact Investing Geld kostet oder zu schlechteren Risiko-Rendite-Kennzahlen führt. Die höheren Wachstumsraten von positiven Impact-Unternehmen sind unmittelbar einleuchtend: Sie sind in der Regel innovativer und profitieren vom Rückenwind der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Diese Aspekte erklären auch die niedrigeren Kapitalkosten von positiven Impact-Unternehmen, da sie die Unternehmen widerstandsfähiger und weniger konjunkturabhängig machen."

 
© NN IP

NN IP hat die 15.000 Unternehmen in der CS Holt Datenbank für Aktien untersucht – fast 3.000 Aktien (19 Prozent) erfüllen positive Impact-Kriterien. Insgesamt hat die Analyse ergeben, dass es ungefähr eine 20-60-20-Verteilung von Unternehmen mit positivem, neutralem oder negativem Impact gibt. Zudem zeigt die Analyse, das Unternehmen mit positivem Impact höhere Wachstumsraten, qualitativ nachhaltigere Renditen und niedrigere Kapitalkosten aufweisen.

Zuordnung zu einzelnen SDGs
Hier hat die Analyse ergeben, dass innerhalb des positiven Impact-Universums der größte Teil der Unternehmen entweder Zugang zu Gesundheitslösungen bieten (45 Prozent) oder zu einem Übergang zu einer kohlenstoffärmeren bzw. zu einer Kreislauf-Wirtschaft (18 Prozent) beitragen.

Keine Renditeabstriche bei Impact Investments wegen höherer Qualität
Allgemein besteht die Auffassung, dass Unternehmen, die sich um einen positiven gesellschaftlichen oder ökologischen Impact bemühen, Abstriche bei den finanziellen Renditen machen müssen. Die Analyse von NN IP belegt jedoch, dass solche Unternehmen in der Regel von höherer Qualität sind als das gesamte börsennotierte Investmentuniversum: Sie haben höhere Wachstumsraten, qualitativ nachhaltigere Renditen und niedrigere Kapitalkosten. Unternehmen mit positivem Impact erzielen ein Umsatzwachstum von durchschnittlich zwölf  Prozent über fünf Jahre, gegenüber sieben Prozent bei Unternehmen mit neutralem bzw. negativem Impact. Impact-Unternehmen haben zudem durchschnittliche Kapitalkosten oder Diskontierungssätze von fünf Prozent gegenüber sechs Prozent bei Unternehmen ohne Impact. 

Bei Small Caps geringere Cashflow-Returns von Firmen mit positivem Impact
Zunächst schien die Analyse der Unternehmen aufzuzeigen, dass positive Impact-Unternehmen eine schwächere kurzfristige Entwicklung aufweisen, da ihr Cashflow Return on Investment (CFROI) nur 2,7 Prozent über ihren Kapitalkosten liegt, gegenüber 2,9 Prozent bei Unternehmen mit neutralem oder negativem Impact. Werden jedoch kleine Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als einer Milliarde US-Dollar aus der Analyse ausgeschlossen, liefern Unternehmen mit positivem Impact 7,3 Prozent über den Kapitalkosten, gegenüber 4,9 Prozent bei Aktien ohne Impact. Es gibt eine überproportional höhere Anzahl an Impact-Unternehmen im Bereich der kleineren Unternehmen. Dies sind in der Regel innovativere, junge Unternehmen in unreifen Branchen, die tendenziell niedrigere CFROIs aufweisen.

Unternehmensgröße ist ein interessanter Faktor
Vor der NN IP-Analyse hatte das Haus erwartet, dass man bei Nebenwerten mehr positive Nettoauswirkungen als bei großen Unternehmen finden würde. Schramade dazu: "Schließlich sind kleinere Unternehmen eher innovative Firmen mit nur einem Geschäftsfeld, während größere Unternehmen häufiger etablierte Akteure der alten Wirtschaft mit nachteiligen externen Auswirkungen wie Fluggesellschaften, Ölfirmen und Tabakunternehmen sind. In Wirklichkeit ist dieses Verhältnis etwas anders – es gibt nur einen leicht negativen Zusammenhang zwischen positivem Impact und Unternehmensgröße." 

Interesse an Impact-Anlagen gestiegen
Dieses hat seit Januar 2016 mit dem Inkrafttreten der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen an Dynamik gewonnen. Diese Ziele sollen Bemühungen zur Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und des Klimawandels vorantreiben. Im selben Jahr hat NN IP als einer der ersten Asset Manager einen Fonds aufgelegt, der explizit darauf abzielt, durch Investitionen in Aktien einen positiven Impact im Sinne der SDGs zu erzielen. (kb)

 

 

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