Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Ein diversifizierter Ansatz ist von größter Bedeutung für Stabilität

Der durch den Krieg in der Ukraine verursachte Energiepreisschock verwandelt sich nun in einen Quantitätsschock. Und für die europäischen Länder wird es schwierig sein, ihre Gasvorräte für die Wintermonate wieder aufzufüllen, sagt Silvia Dall'Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes.

federated_hermes_silvia_dallangelo_neu_klein_quer.jpg
Silvia Dall'Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes
© Federated Hermes

Die abgelaufene Woche begann mit Rezessionssorgen, die die Finanzmärkte aufrüttelten: Die Rohstoffpreise (insbesondere Öl) fielen deutlich, die zehnjährigen US-Renditen sanken, der US-Dollar wurde stärker. "Zwar neigen die Märkte zu Überreaktionen, und der Momentum-Handel macht die Kursbewegungen noch dramatischer, doch die Rezessionssorgen sind durch die jüngsten politischen und geopolitischen Entwicklungen gerechtfertigt. Und auch die Daten zur globalen Wirtschaftstätigkeit waren durchwachsen. Auch in Zukunft wird die Volatilität an den Finanzmärkten hoch bleiben. Denn die Inflationsentwicklung, die Reaktionsfähigkeit der Zentralbanken, die Erholung Chinas und die Energiesituation in Europa, wo die kurzfristigen Rezessionsrisiken aufgrund der Energiesituation ausgeprägter sind, sind mit Unsicherheit behaftet", stellt Silvia Dall'Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes, fest.

Aus Energiepreischock wird ein Quantitätsschock
Der durch den Krieg in der Ukraine verursachte Energiepreisschock verwandelt sich in einen Quantitätsschock, findet Silvia Dall'Angelo. Die täglichen Gasflüsse aus Russland über Nordstream I (der Hauptkanal für die Gasversorgung von Russland nach Europa) sind seit Mitte Juni um etwa 60 Prozent zurückgegangen, wobei Russland offiziell technische Schwierigkeiten dafür verantwortlich macht. Infolgedessen haben sich die Preise für europäische Gasfutures im letzten Monat verdoppelt. Noch schlimmer: Für die europäischen Länder wird es schwierig sein, ihre Gasvorräte für die Wintermonate wieder aufzufüllen, wenn die Gaszuflüsse nach der geplanten Nordstream-Wartung Ende dieses Monats nicht wiederhergestellt werden. Dies würde wahrscheinlich zu Energierationierungen, Produktionsunterbrechungen und einer Rezession im weiteren Verlauf des Jahres führen. Ähnlich wie in den USA würde die hohe Inflation die EZB wahrscheinlich daran hindern, eine unmittelbare Kehrtwende in ihrer Politik einzuleiten. Allerdings dürfte die geldpolitische Normalisierung der EZB angesichts der höheren Risiken langsamer vonstatten gehen als bei der Fed, findet Dall'Angelo.

Politische Ohnmacht in UK
Geir Lode, Leiter des Bereichs Global Equities bei Federated Hermes: "Boris Johnson hat den zunehmenden Druck auf seine Führung erkannt und tritt als Parteivorsitzender der Konservativen zurück. Er bleibt aber Premierminister, bis ein Nachfolger gefunden ist, was das Vereinigte Königreich in eine Phase der politischen Ohnmacht zwingt. Weltweit senden die Märkte ein sehr klares Signal: Die Bären stellen die Bullen in den Schatten. Seit Jahresbeginn hat unser hauseigener Risikoaversions-Indikator diese Einschätzung untermauert, indem er eine deutlich abnehmende Risikobereitschaft anzeigte."

Schwächste erste Jahreshälfte an den Börsen seit Jahrzehnten
Der MSCI ACWI, die globale Benchmark, verlor in der ersten Jahreshälfte 21 Prozent und verzeichnete damit den größten Verlust im ersten Halbjahr seit über drei Jahrzehnten. Das makroökonomische und geopolitische Bild ist von Turbulenzen, Unsicherheit und Ängsten geprägt, da sich die Anleger mit Rezession und Inflation auseinandersetzen. Hintergrund dieser Bedrohungen und Sorgen sind der Krieg, das Wiederaufleben von Covid (und insbesondere Chinas Bekenntnis zu seiner Null-Covid-Politik), anhaltende Probleme in der Lieferkette und steigende Gaspreise – die durch mögliche Streiks noch verschärft werden. Industriemetalle waren besonders schwach angesichts der Befürchtungen einer erheblichen Konjunkturabschwächung, die auch durch die größten Anstrengungen der Fed und anderer Zentralbanken nicht abgewendet werden kann. In der Tat haben die Zentralbanken kaum eine andere Wahl, als das Wachstum zu dämpfen, um die Inflation unter Kontrolle zu halten - sie können nicht für alles eine Lösung finden, und vielleicht ist eine Rezession das kleinere Übel.

Wie navigiert Federated Hermes durch diese Herausforderungen?
Angesichts der bevorstehenden Berichtssaison ist ein diversifizierter Ansatz von größter Bedeutung, um Stabilität zu gewährleisten, heißt es seitens des Hauses. (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schließen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren