Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

EdRAM: Banken sind der Schlüssel zum Weg aus der Krise

Nach Ansicht von Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM) wirkt sich die Corona-Krise nicht gravierend auf die Bankbilanzen aus - zumindest noch nicht. Entscheidend sei, ob es zu einem zweiten Lock-Down kommt.

Julien de Saussure, Fondsmanager für Finanzanleihen bei Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM)
Julien de Saussure, Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM)
© EdRAM

Guten Nachrichten von den Banken. Deren Ergebnisse für das erste Quartal 2020 liegen vor – und es gibt nur wenige Hinweise auf Qualitätsverschlechterungen der Kreditportfolios. Im Gegenteil: „Offenbar geht die Zahl der notleidenden Kredite in den Portfolios der Peripherieländer-Banken sogar zurück", sagt Julien de Saussure, Fondsmanager für Finanzanleihen bei Edmond de Rothschild Asset Management (EdRAM).

Anders als Banken in den USA haben einige europäische Finanzinstitute Schätzungen der Risikokosten in diesem und sogar im nächsten Jahr abgegeben. Auch wenn nicht immer klar kommuniziert werde, welche Konjunkturszenarien diesen Prognosen zugrunde liegen, sei eines klar: „Die Mitteilungen vieler Banken, zumeist verbunden mit niedrigeren Konsensschätzungen, signalisieren, dass die Krise beherrschbar ist, solange es nicht zu einem zweiten Lockdown und einer damit einhergehenden Staatsschuldenkrise kommt", analysiert der Experte der französischen Fondsgesellschaft.

Interessante Prognosen
Laut de Saussure zeigen die Berichte für das erste Quartal zudem, dass die Lockdowns anfangs nur geringe Auswirkungen auf die Nettoerlöse der Banken hatten und die Geldhäuser erfolgreich agierten, unter anderem bei Anleihen, Währungen und Rohstoffen.

Nach vorn gerichtet seien die Prognosen der irischen Banken und von KBC interessant. Sie erwarten stark reduzierte Nettoerlöse infolge der Corona-Krise, da das Geschäft schwach ist und die Zinsen niedrig bleiben. Trotz zumeist negativer Veränderungen des Kapitals betonen die meisten Banken jedoch, dass sie die gesenkten aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen noch immer übererfüllen, gibt de Saussure zu bedenken.

„Wir sind der Ansicht, dass die Banken grundsätzlich und auch dank der willkommenen Hilfe der Zentralbanken, Regierungen und Aufsichtsbehörden ein gewißes Maß an Stabilität zeigen, um diese Krise bewältigen zu können", so de Saussure. „Tatsächlich sind sie das Werkzeug der Behörden, über das die Kredite in der Realwirtschaft ankommen sollen." Der EdRAM-Mann ist daher überzeugt, dass anders als in der Finanzkrise 2008 die Banken diesmal nicht das Problem sind, sondern ein Teil der Lösung. (aa)
 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren