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Edelmetallsektor bleibt attraktiv, Industriemetalle unter Abgabedruck

Die Edelmetallpreise befinden sich seit Eskalation der Corona-Krise in einem Abwärtstrend. Dennoch bleiben Gold und Silber interessant, sagt Rohstoffspezialist Martin Siegel von Stabilitas. Denn die Nachfrage liegt auf Rekordniveau.

Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Investmentboutique Stabilitas
Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Investmentboutique Stabilitas
© Stabilitas

Die Preise für Edelmetalle haben in den vergangenen Wochen im Zuge der Covid-19-Krise stark nachgegeben. Rohstoffexperten halten Gold und Silber dennoch weiterhin für eine attraktive Anlage. "Die physische Nachfrage für beide Edelmetalle befand sich im März auf Rekordniveau und für die physische Auslieferung werden hohe Aufpreise aufgerufen", erklärt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Investmentboutique Stabilitas. Demnach spiegeln die sinkenden Goldpreise an der Börse die hohe physische Nachfrage bislang nicht wider.

Sämtliche Edelmetalle haben im vergangenen Monat einen Preisverfall erlebt. Der Goldpreis ging im März um 0,9 Prozent zurück und lag zum Monatsende bei 1.571,85 US-Dollar pro Feinunze. Silber verlor wegen seiner Zwitterrolle als Edel- und Industriemetall sogar 21 Prozent. Basismetalle haben ebenfalls stark eingebüßt, darunter Blei (-8,4 %), Zink (-7,5 %), Aluminium (-9,5 %), Kupfer (-13,9 %) und Nickel (-7,8 %). "Die Zahlen spiegeln die weltweit eingeschränkte Industrieproduktion wider und verdeutlichen die anhaltend schwächelnde Weltkonjunktur", sagt Rohstoffprofi Siegel.

Aufwärtstrend nach der Krise
Auch Platin und Palladium erlitten herbe Verluste. Ihr Preis fiel im vergangenen Monat um 16,4 beziehungsweise 9,9 Prozent. Bei beiden Edelmetallen hat sich das Angebot allerdings zuletzt verknappt, weil in den größten Minen in Südafrika aufgrund der Corona-Krise die Arbeit ruht. Nach der Pandemie sieht Siegel deshalb gute Chancen auf Erholung: "Kommt es zu einer baldigen Wiederaufnahme der Autoproduktion, könnten die Preise wegen der aktuellen Produktionsausfälle sogar deutlich ansteigen." (fp)

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