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DWS-Panikindex: Ist das Schlimmste an den Märkten bereits eingepreist?

Die Deutsche Bank-Fondstochter analysiert anhand eines Charts, der den hauseigenen Panikindikator zeigt, wie viele schlechte Nachrichten bereits in den Kursen von US-Aktien enthalten sein könnten. Sofern sich nicht ein negatives Szenario wie 1994 wiederholt, spricht einiges für Aktien.

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© logoboom / stock.adobe.com

„Alte Hasen an den Märkten wissen, dass Sachkenntnis allein nicht reicht, um auf lange Sicht Erfolg zu haben. Viel hängt auch davon ab, wie gut man die eigenen Emotionen in den Griff bekommt“, schreibt die DWS in einer aktuellen Analyse („Chart der Woche“).

In dieser untersucht die Fondsgesellschaft anhand der in den letzten Jahren am US-Aktienmarkt gemessenen Angst und Gier, ob Investoren Aktien treu bleiben oder lieber Risikopositionen reduzieren sollten.


Veranstaltungshinweis:
Und wie geht es weiter? Die aktuelle Markteinschätzung der DWS
Kommt jetzt die Rezession oder befinden wir erst in der Mitte eines langen, durch die Finanzkrise geprägten Aufschwungs? Diese Frage bewegt derzeit alle institutionelle Investoren, aber nicht nur sie: auch die Zentralbanken sind sich hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung unsicher.

Dr. Martin Moryson (Bild links), Chefvolkswirt Europa bei der DWS, erläutert Ende Februar 2019 im Frankfurter Congress Center am 12. Institutional Money Kongress in einem Workshop, die zugrundeliegenden Treiber der Weltwirtschaft und erklärt, was diese für die Kapitalmärkte und Institutionell bedeuten. Eine Anmeldung zum Kongress ist HIER möglich.


Einfach gestrickter Panikindikator
Der von der DWS veröffentlichte „Chart der Woche“ soll helfen, beide Dynamiken von Angst und Gier an den US-Märkten besser zu verstehen. Man kann ihn als Bewertung-zu-Angst Indikator (Panikindikator) deuten. Die Index-Berechnung ist relativ leicht: Investoren dividieren einfach das nachlaufendende Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P 500  durch den Volatilitätsindex des S&P 500 (VIX). Zur Erinnerung: Der VIX zeigt die Volatilitätseinschätzungen der Derivatemärkte und wird häufig als Indikator dafür verwendet, wie ängstlich – oder selbstgefällig – die US-Aktienmärkte für die nahe Zukunft sind.

Blick zurück ist lehrreich
Der so hergeleitete Panik-Indikator bietet eine interessante Perspektive auf die Entwicklungen der letzten Jahre. Ab Februar 2016 und im gesamten Jahr 2017 stieg das Verhältnis von Bewertung zu Angst stetig an. Dies war laut DWS vor allem auf eine ungewöhnlich geringe Volatilität und nicht auf ein ungewöhnlich hohes KGV zurückzuführen.

Die Ende 2017 beschlossenen Steuersenkungen in den USA gaben dem Panik-Indikator einen weiteren Schub, da die Anleger ihre Gewinnerwartungen nach oben revidierten. „Auch die Positionierung spielte eine Rolle – wenn die Märkte euphorisch werden, sind häufig Aktien besonders gefragt, die in der Vergangenheit gut gelaufen sind“ ergänzt die DWS.

 

Vor einem Gewitter ist es oftmals verdächtig ruhig
In den letzten Jahren traf dies besonders auf US-Aktien im Allgemeinen und US-Technologieunternehmen im Besonderen zu. Umso schmerzhafter wurde es für diese Segmente im turbulenten Jahr 2018. Technische Faktoren verstärkten den Stimmungsumschwung an den Märkten. Beispielsweise ließen die extrem niedrigen Volatilitätsniveaus von 2017 Aktien weniger riskant erscheinen, als sie es tatsächlich waren.

Steigender Risikoindikator sorgte für Zwangsverkäufe
Im Jahr 2018 kam es zur entgegengesetzten Entwicklung: So verdoppelte sich zum Beispiel für den technologielastigen Nasdaq 100 Index die Value-at-Risk (VaR) Kennzahl im Laufe des vergangenen Jahres, sodass Großanleger gezwungen waren, in einen fallenden Markt hinein weitere Aktien zu verkaufen. Die geringe Liquidität um Weihnachten herum verschärfte die Situation zusätzlich.

Viel Schlechtes ist nun eingepreist
„All dies führte dazu, dass unser Panik-Indikator stark zurückging, bevor er sich Anfang 2019 wieder stabilisierte. Letzteres deuten wir als Signal, dass viele schlechte Nachrichten bereits eingepreist waren“, erklärt die DWS.

Eine Möglichkeit, die das Verhältnis von Bewertung und Angst stark ansteigen ließe, wäre ein starker Rückgang der Gewinne, wie dies etwa 1994 der Fall war. In dieser Hinsicht ist die DWS aber nach wie vor optimistisch. „In letzter Zeit fielen die Unternehmensgewinne zwar gemischt aus, waren aber solide genug, um die nun wieder realistischeren Markterwartungen zu erfüllen. Für größere Sorgen scheint die Zeit noch nicht reif“, betont die DWS abschließend. (aa)

 

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