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DWS: Gute Nachricht betreffend das Kreditwachstum

Zumindest eine Krise scheint vorerst erfolgreich abgewendet zu sein: In der Eurozone hat das Kreditwachstum zuletzt in allen großen Ländern deutlich zugelegt, berichtet die DWS in ihrer Publikationsreihe "Chart der Woche".

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© Alexander Pokusay / stock.adobe.com

Das Risiko einer Kreditklemme für die Realwirtschaft und einer erneuten Finanzkrise in Euroland ist zumindest aus aktueller Sicht größtenteils abgewendet. In den Industrieländern haben laut DWS das beherzte Eingreifen sowohl der Fiskal- als auch der Geldpolitik dazu geführt, dass die Wirtschaft weiterhin ausreichend mit Krediten versorgt wurde.

Neben einer positiven Entwicklung an den Finanzmärkten seit Mitte März lässt sich dies auch an der Kreditvergabe an den europäischen Unternehmenssektor (ausgenommen der Finanzbranche) ablesen, wie der "Chart der Woche" der DWS zeigt.

Ulrike Kastens, Economist bei der DWS, weist darauf hin, dass das Kreditwachstum in allen großen Ländern deutlich zugelegt hat. Diese Entwicklung sei aber nicht nur den Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu verdanken, sondern auch den großzügig gewährten Kreditgarantien durch die Staaten. Diese helfen in der aktuellen Krise vor allem kleineren Unternehmen, an dringend benötigte Liquidität zu kommen. Was wiederum den Unternehmen ermöglicht, die Krise zu überstehen und einen von einer Pleitewelle verursachten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Wachstum der Unternehmenskredite im Vergleich zum Vorjahr

Sorge wegen "Zombifizierung"
Kritiker bemängeln laut Kastens unter anderem, dass so auch ohnehin notleidende Unternehmen künstlich am Leben gehalten würden. Umso wichtiger sei es, die ergriffenen Maßnahmen wieder zurückzuführen, sobald sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert. "Die bereits absehbare Stabilisierung liegt jedenfalls nicht zuletzt an den klaren Handlungen der aktuellen Politik verglichen mit dem zögerlichen Vorgehen gerade in der Eurozone während der Finanzkrise von 2008", erklärt Kastens abschließend. (aa)

 

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