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DWS: Die EZB sorgt für "hochgezogene Augenbrauen"

Die Europäische Zentralbank hält weitestgehend an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Und das, obwohl sie ihre Inflationserwartung angehoben hat, wie DWS-Volkswirtin Ulrike Kastens anmerkt.

Ulrike Kastens, DWS
Ulrike Kastens, DWS: "Im Gegensatz zu anderen Notenbanken wie der US-Fed dürfte die EZB mit einer deutlich geringeren Geschwindigkeit aus der expansiven Geldpolitik aussteigen."
© DWS

In ihrer letzten Sitzung des Jahres hat die Europäische Zentralbank (EZB) keine Zinserhöhungen angekündigt. Während die US-Notenbank Fed die Leitzinsen perspektivisch anziehen will, bleibt die EZB ihrer bisherigen Linie weiterhin treu.

Wie von vielen erwartet lässt Zentralbankchefin Christine Lagarde zwar das Notfall-Anleihekaufprogramm PEPP im März 2022 auslaufen. Die Anleihekäufe im Rahmen des "Asset Purchase Program" (APP) sollen aber bis Herbst 2022 auf 90 Milliarden Euro erhöht werden. "Damit halten sich unserer Meinung nach die weniger expansiven und expansiven Aspekte dieser Entscheidung die Waage und dürften einer möglichen Unsicherheit am Markt entgegenwirken", kommentiert Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa beim Vermögensverwalter DWS.

Eine "härtere geldpolitische Reaktion" wäre möglich gewesen
Dennoch dürften die Entscheidungen bei dem einen oder anderen für "hochgezogene Augenbrauen" sorgen, sagt die Ökonomin. Vor allem, da die EZB ihre Inflationsprognose nach oben korrigiert hat: Im Vergleich zu den September-Projektionen wurde die Inflationsschätzung für die Jahre 2021 bis 2023 kumuliert um 2,2 Prozentpunkte angehoben. "Gerade im Hinblick auf andere Notenbanken hätte dies auch eine härtere geldpolitische Reaktion nach sich ziehen können", sagt Kastens.

Ob die angekündigten Maßnahmen für eine Normalisierung am Markt genügen, hänge von der Inflationsentwicklung in den kommenden Monaten ab und bleibe somit abzuwarten. Eines steht für Kastens in jedem Fall bereits fest: "Im Gegensatz zu anderen Notenbanken wie der US-Fed dürfte die EZB mit einer deutlich geringeren Geschwindigkeit aus der expansiven Geldpolitik aussteigen." (fp)

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