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DWS: Das ist von der kommenden Fed-Sitzung zu erwarten

Nach Ansicht von Christian Scherrmann, DWS Volkswirt USA, könnte die bevorstehende Notenbanksitzung in den USA durchaus interessante Erkenntnisse bringen. Vor allem Erläuterungen zur Liquidititätszufuhr der Fed stehen im Investorenfokus.

Christian Scherrmann, DWS
Christian Scherrmann, DWS
© DWS

"Es wäre falsch, keinerlei Erwartungen an die erste U.S. Notenbanksitzung im Jahr 2020 zu haben", schreibt Christian Scherrmann, DWS Volkswirt USA, in einer aktuellen Markteinschätzung. Ein solider Arbeitsmarktbericht für Dezember, zufriedenstellende Inflationszahlen und zumindest einige positive Entwicklungen an der Handelskonfliktfront legten die Messlatte für eine Änderung der Geldpolitik hoch. Diesmal könnte der Teufel laut Scherrmann jedoch im Detail stecken. So seien etwa die Inflationserwartungen der Konsumenten in der jüngsten Verbraucherumfrage der University of Michigan deutlich gestiegen. "Wir gehen davon aus, dass dies nicht unbemerkt bleiben wird", betont Scherrmann. Die Teilnehmer des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) könnten diese Entwicklung sogar begrüßen.

Rahmenwerk in Überarbeitung
Derzeit sei die Fed dabei, ihr geldpolitisches Rahmenwerk zu überarbeiten. Erste Äußerungen diverser Notenbanker deuteten darauf hin, dass die Entscheidungsträger damit leben könnten, wenn die Inflation - und die Inflationserwartungen -  vorübergehend über das Zwei-Prozent-Ziel hinausschießen. Das würde nicht zuletzt auch der Glaubwürdigkeit dieses Parameters stärken.

Entwicklung an den Repo-Märkten im Fokus
Ein weiteres Thema, für das sich Investoren interessieren dürften, sind die jüngsten Entwicklungen an den Repo-Märkten. "Angesichts der jüngsten, teils hitzigen, öffentlichen Diskussion darüber, ob die derzeitige Liquiditätsversorgung durch die Fed eine quantitative Lockerung darstellt oder nicht, erwarten wir spätestens in der Frage- und Antwortrunde Hinweise darauf, wie Powell die Lage beurteilt", erklärt Scherrmann.

Erwartung eines "Easing Bias"
Bezüglich der Risikoeinschätzung der Fed glaubt Scherrmann, dass angesichts einer anhaltend schwächeren globalen Wachstumsdynamik, geopolitischer Spannungen sowie dem Handelskonflikt und den daraus resultierenden Unsicherheiten ein leichter "easing bias" beibehalten wird. Die Fed werde also darauf hindeuten, dass man jederzeit bereit ist, die Geldpolitik doch etwas zu lockern, sollten die Umstände es erfordern. "Denn die zuvor genannten Themen sind allesamt noch nicht vom Tisch - auch wenn es so scheint, dass die Märkte derzeit großzügig darüber hinwegsehen", merkt Scherrmann abschließend an. (aa)

 


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