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DWS berichtet über positives Nettomittelaufkommen im 1. Quartal 2019

Das Konzernergebnis ist auf 102 Millionen Euro gestiegen, im vierten Quartal des Vorjahres waren es 80 Millionen Euro gewesen, im ersten Quartal 2018 97 Millionen Euro. Die Assets under Management haben um sechs Prozent zugelegt. Zudem berichtet das Haus von weiter beschleunigten Kostensenkungen.

Asoka Wöhrmann
DWS-CEO Asoka Wöhrmann (Bild): „In einem starken ersten Quartal sind wir zu einem positiven Nettomittelaufkommen zurückgekehrt, haben unsere Kosten effektiv gemanagt und das verwaltete Vermögen um sechs Prozent gesteigert. Unsere Flagship-Fonds haben eine gute Wertentwicklung erzielt und ebenso zu unseren Nettomittelzuflüssen beigetragen wie unsere strategischen Partnerschaften. Wir werden auch weiterhin unsere Hausaufgaben machen und mit unserem diversifizierten Geschäftsmodell die Stärke und das Leistungsvermögen der DWS unter Beweis stellen.“
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Die Märkte zeigten im ersten Quartal 2019 eine stetige Erholung, nachdem der Dezember 2018 wohl als einer der schlechtesten Monate überhaupt in die Geschichte eingehen wird. Die Stimmung der Privatanleger hat sich seit dem vorangegangenen Quartal verbessert, bleibt aber verhalten, insbesondere in Europa. In diesem Umfeld hat das Management der DWS die Kosten erfolgreich weiter reduziert, ein positives Nettomittelaufkommen erzielt und das verwaltete Vermögen auf über 700 Milliarden Euro gesteigert.

Effizienzsteigerung im Fokus
Askoa Wöhrmann führt aus: "In den letzten sechs Monaten haben wir eine Reihe wichtiger Entscheidungen getroffen und entsprechende Maßnahmen umgesetzt, um den Erfolg der DWS zu sichern. So haben wir unsere Organisationsstruktur optimiert und vereinfacht – inklusive der Geschäftsführung sowie des Senior Managements der einzelnen Bereiche. Zudem haben wir klare Beschlüsse zur Kundensegmentierung getroffen, neue strategische Partnerschaften geschlossen und bestehende vertieft. Ferner haben wir ein starkes Augenmerk auf Kosteneinsparungen gelegt und sehr früh beschlossen, unsere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz deutlich zu beschleunigen."

Leichter Ertragsrückgang in Q1 
Die Erträge gingen im ersten Quartal 2019 auf 534 Millionen Euro zurück (Q4 2018: 549 Millionen). Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Quartal zwei Arbeitstage kürzer war, sowie auf die saisonal niedrigeren Performance- und Transaktionsgebühren. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank deshalb auf 153 Millionen Euro (Q4 2018: 160 Millionen). Nach Steuern wies die DWS für das erste Quartal ein gesteigertes Konzernergebnis in Höhe von 102 Millionen Euro aus (Q4 2018: 80 Millionen).

Managementgebühren-Marge blieb robust bei 30 Basispunkten
Sie reduzierte sich gegenüber dem vorangegangenen Quartal nur geringfügig (Q4 2018: 30,3 Basispunkte). Das verwaltete Vermögen (AuM) stieg im ersten Quartal 2019 auf 704 Milliarden Euro (Q4 2018: EUR 662 Milliarden). Dies war primär auf die Markterholung zurückzuführen und wurde durch die Nettomittelzuflüsse sowie positive Währungseffekte unterstützt.

Netto-Mittelzuflüsse in Q1 von insgesamt 2,5 Milliarden Euro
Lässt man die Cash-Produkte außen vor, sind es sogar 7,4 Milliarden Euro gewesen. Dabei wiesen die von der DWS als Wachstumsbereiche identifizierten Bereiche Passive, Alternatives und Multi-Asset eine starke Dynamik auf. Dieser Erfolg wurde durch eine Reihe von Faktoren gestützt. So hat man die Verkaufs- und Vertriebsteams umstrukturiert und besser auf die Anlageprodukte-Gruppe abgestimmt. Zudem zeigten die wichtigsten Flagship-Fonds (DWS Top Dividende, DWS Concept Kaldemorgen, RREEF America II, die Grundbesitz-Fondsfamilie, DWS Dynamic Opportunities) eine gute Performance und generierten Nettomittelzuflüsse. Des Weiteren verzeichnete das Haus Zuflüsse von Versicherungsgesellschaften, was eine Trendumkehr gegenüber dem letzten Jahr darstellt.

Bereich Active Asset Management schrumpft weniger
Dieser verzeichnete im ersten Quartal ein verbessertes Nettomittelaufkommen von minus 6,3 Milliarden Euro (Q4 2018: minus 11,0 Milliarden). Die Anlageklassen Active Fixed Income, Active Equity und Active Multi Asset erzielten im Quartalsvergleich eine starke Trendwende bei den Mittelflüssen. Unterdessen verzeichneten Cash-Produkte mit sehr niedriger Marge Mittelabflüsse.

Passive Asset Management mit Zuwächsen
Hier gab es im ersten Quartal starke Nettomittelzuflüsse in Höhe von 6,2 Milliarden Euro (Q4 2018: 4,0 Milliarden). Diese Entwicklung ist vor allem auf den Gewinn von Mandaten sowie die anhaltende Nachfrage nach europäisch gelisteten ETPs (Exchange-Traded Products: börsengehandelte Fonds (ETF) und Rohstoffe) zurückzuführen. So übertrug beispielsweise die Anlagestiftung des Schweizer Versicherers Zurich der DWS ein großes Passive-Anlagemandat. Damit ist man jetzt für alle passiv gemanagten Produkte der Stiftung verantwortlich. Zudem hat die Plattform Xtrackers in den USA den bisher größten ESG ETF überhaupt an den Markt gebracht, was einmal mehr die Marktführerschaft beim Thema nachhaltige Geldanlage verdeutlicht.

Bereich Alternatives 
Das Nettomittelaufkommen im Bereich Alternatives stieg im ersten Quartal auf 2,6 Milliarden Euro (Q4 2018: minus 0,2 Milliarden), was auf die Rückkehr zu positiven Nettomittelzuflüssen in Liquid Alternatives sowie auf stärkere Mittelzuflüsse in Immobilienprodukte in den USA sowie in die Grundbesitz-Fondsfamilie zurückzuführen ist.

Bereinigte Kosten weiter verringert
Den besonderen Fokus auf das Management der Kostenbasis hat die DWS beibehalten und die bereinigten Kosten im Quartalsvergleich um weitere 8 Millionen auf 382 Millionen Euro reduziert (Q4 2018: 389 Millionen). Dieser Rückgang wurde durch niedrigere Sachaufwendungen inklusive externer Servicekosten sowie niedrigere Beratungs- und Rechtsgebühren erreicht. Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) stieg leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 71,4 Prozent (Q4 2018: 70,9 Prozent). Dabei wurden die geringeren Kosten durch saisonal niedrigere Erträge überwogen.

Wachstumsinitiativen und strategische Vorhaben 
Die strategischen Partnerschaften mit DVAG, Generali, Nippon Life, Tikehau Capital und Zurich haben sich auch im ersten Quartal 2019 ausgezahlt und zu Nettomittelzuflüssen in Höhe von mehr als 3 Milliarden Euro geführt. Zudem hat man im ersten Quartal mittels struktureller und personeller Veränderungen sowie durch neue Kundensegmentierungen die Aufstellung der Vertriebseinheiten optimiert.

Auch mit Blick auf die Digitalisierung kommt die DWS weiter voran
So konnte man für die White-Label-Robo-Plattform WISE mit EZFunds und Banco Best zwei neue Partner gewinnen. Dabei ist EZFunds aus Taiwan das erste asiatische Unternehmen, das mit einem Robo-Advisor „Made in Germany“ an den Markt geht, während Banco Best in Portugal den ersten Robo-Advisor überhaupt anbieten wird.

Ziele
Hier steht unter anderem eine bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation von unter 65 Prozent auf dem Plan, die künftig höchste Priorität haben wird. Zudem strebt die DWS auch weiterhin ein Nettomittelaufkommen von durchschnittlich 3 bis 5 Prozent an. Das Ziel einer Ausschüttungsquote von 65 bis 75 Prozent bleibt unverändert. (kb)

 

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