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Drei Hiebe treiben US-Renditen in die Höhe

Aus Sicht von Jupiter Asset Management gibt es drei gewichtige Gründe dafür, das die Renditen von US-Treasuries steigen werden, weshalb Marc Nash Head of Fixed Incom Alternatives bereit von einem "Bärenmarkt" für den US-Anleihenmarkt spricht.

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Marc Nash, Head of Fixed Income Alternatives bei Jupiter AM, führt Gründe für steigenden Treasury-Renditen an.
© Jupiter

Mark Nash, Marc Nash Head of Fixed Income Alternatives bei Jupiter Asset Management geht davon aus, dass die US-Treasuries-Renditen im Jahr 2021 weiter ansteigen, wobei die 10-jährigen Renditen 2,20 Prozent erreichen werden. Aufgrund von drei wichtigen Aspekten tritt der Sektor also in einen Bärenmarkt ein:

Steiler Pfad
Erstens wird laut Nash der Pfad der zukünftigen Zinssätze steiler, da der Markt eine bevorstehende Straffung der Geldpolitik – gleichermaßen durch das Ende der Quantitativen Lockerung wie durch Zinserhöhungen – einpreist. Während Nash ein langsames und behutsames Ende der lockeren Geldpolitik erwartet, können die Zinssätze aufgrund eines gesünderen Spar- und Investitionsgleichgewichts in der Wirtschaft auf eine höhere "Endrate" steigen als derzeit erwartet. Eine stärkere Umverteilung über fiskalische Kanäle wird die ungenutzten Ersparnisse senken, und verbesserte wirtschaftliche Bedingungen werden die Investitionen ankurbeln. "Diese Kombination wird wiederum den Zinssatz nach oben treiben, damit die Wirtschaft optimal funktioniert, ohne überhitzt zu werden", so der Jupiter-Manager

Höhere Inflationsrisikoprämie
Zweitens werden Investoren bei verbesserten Makrobedingungen aufgrund der erhöhten Risiken eine höhere Inflationsrisikoprämie für den Besitz von US-Staatsanleihen fordern. Die jüngsten alarmierend hohen US-Inflationsdaten verdeutlichen das sich verändernde Umfeld für Investoren. "Die Wiederbelebung der Wirtschaft und der durch einen Flaschenhalseffekt aufgebaute Druck in den globalen Lieferketten sind eine wichtige Ursache dafür und sollten im Laufe der Zeit nachlassen. Nichtsdestotrotz sollte die Inflation angesichts des globalen Geldpolitik-Mix bis 2022 und darüber hinaus nachhaltig ansteigen und die Zielvorgaben der Zentralbanken erreichen, was zu einem anderen Ergebnis als in den Jahren vor der Pandemie führen wird", meint der Manager.

Neue Beziehungen
Drittens hat sich die Finanzierungsbeziehung der USA zum Rest der Welt verändert, da die Nachfrage ausländischer Investoren nach US-Staatsanleihen in den letzten Jahren nachgelassen hat, während das Haushaltsdefizit in die Höhe geschossen ist. Der Nachfrageeinbruch ist vor allem dadurch entstanden, dass Chinas Welthandelsüberschuss bei wachsender Binnennachfrage zurückgegangen ist. Nashs Schlussfolgerung: "Um diesen Nachfrageeinbruch zu überwinden, müssen die Renditen steigen, um Investoren anzuziehen." (hw)

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