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Diesel-Krise: Täglich fehlen vier Millionen Barrel an Ölprodukten

Die Kriege im Nahen Osten und auch in Osteuropa sorgen für Verknappungen bei Ölprodukten. Das betrifft insbesondere Diesel.

Diese harten Sparmaßnahmen wollen wohl nur die wenigsten sehen. 
Diese harten Sparmaßnahmen wollen wohl nur die wenigsten sehen. © Thomas Reimer / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Diesel wird knapper und knapper
  • Das liegt am Krieg im Nahen Osten und in Osteuropa

An den Märkten für Ölprodukte, wie Diesel mehren sich die Anzeichen für eine Verknappung. “Im Produktbereich gibt es wirklich einen Mangel”, sagte Vitol-Chef Russell Hardy am Dienstag auf der Asia Pacific Petroleum Conference von S&P Global Energy in Singapur. “Uns fehlen zwei Millionen Barrel pro Tag aus Russland, und uns fehlen zwei Millionen Barrel pro Tag aus dem Nahen Osten.” Bei Rohöl dagegen sei die Versorgungslage besser, so Hardy. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Die täglichen Lieferungen durch die Straße von Hormus beliefen sich zuletzt auf rund zehn Millionen Barrel pro Tag. Davon entfielen neun Millionen Barrel auf Rohöl und der Rest auf raffinierte Produkte. Die Schätzung sei jedoch unsicher und die Menge dürfte schwanken.

Seit Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als sechs Monaten hat sich Brent um mehr als 30 Prozent verteuert. Der Preis der globalen Referenzsorte lag Anfang der Woche jedoch deutlich unter dem Ende April erreichten Hoch von mehr als 126 Dollar je Barrel.

Raffinerien unter Beschuss
Raffinerieprodukte wie Diesel haben noch stärker zugelegt, da der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die angespannte Versorgungslage zusätzlich verschärft hat.

In Saudi-Arabien sind dieser Tage erneut Ölanlagen von Saudi Aramco in Jazan angegriffen worden, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Es war der jüngste einer Reihe von Angriffen, die bereits zur Stilllegung einer großen Raffinerie in der Region geführt haben.

Größere Schäden habe es nicht gegeben, hieß es. Die Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag bleibt nach einem Angriff im Juli außer Betrieb, wie ein Insider sagte. (aa)

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