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Diese zwei Risiken beschäftigen Börsianer derzeit am meisten

Profianleger erwarten in den kommenden Monaten eine Korrektur. Konjunkturprobleme und Chinas wacklige Wirtschaft sind derzeit die größten Herausforderungen für die Märkte, sagt Jean-Marie Mercadal von Ofi Asset Management.

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© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Wird das Börsenwetter bald herbstlich-ungemütlich? Gut möglich, sagen Anlageprofis: 80 Prozent der professionellen US-Anleger, die Anfang Oktober von der Finanzzeitschrift "Barron's" befragt wurden, rechnen in den kommenden sechs Monaten an der Wall Street mit einer Korrektur von zehn bis 20 Prozent. Laut Ofi Asset Management (Ofi AM) spielen bei den durchwachsenen Erwartungen derzeit zwei Risiken eine besonders große Rolle.

Das erste: eine schwächere Konjunktur. Das Verbrauchervertrauen sinkt seit einigen Monaten, vor allem in den USA. Statistisch gesehen handele es sich dabei um einen recht zuverlässigen Indikator, der in der Regel mehrere Monate im Voraus auf einen Konjunkturabschwung hinweist, sagt Jean-Marie Mercadal, Leiter des Bereichs Investmentstrategien bei Ofi AM. Eine restriktivere Geldpolitik als Antwort auf die gestiegene Inflation würde das Risiko einer Konjunkturabschwächung verstärken.

Jahresendrally mit Hindernissen
Das zweite Marktrisiko: ein schwächeres Wirtschaftswachstum in China. Im dritten Quartal lag es nahezu bei null. "Für das vierte Quartal wird zwar ein Aufschwung erwartet, aber ob sich dieser tatsächlich einstellt, bleibt abzuwarten", sagt Mercadal. Immerhin: Auf lange Sicht findet er Pekings neue Ziele lobenswert, weil sie zu mehr Solidarität zwischen den Gesellschaftsschichten, zu einer grüneren Wirtschaft und einem Anstieg der Geburtenrate im Land führen dürften.

Generell sollten Anleger jetzt nicht voll ins Risiko gehen und blindlings auf eine mögliche Jahresendrally setzen, mahnt der Anlageexperte. "Wir behalten unsere Aktiengewichtung bei und stocken nur bei einem Kursrückgang auf", sagt er. (fp)

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