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Diese Schwellenländer macht der Ölcrash zu möglichen Unruheherden

Der Ölpreiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien belastet die Schwellenländer unterschiedlich stark, zeigt eine Analyse. Welche Regionen am stärksten betroffen sind.

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© juan_aunion / stock.adobe.com

Anleger, die ihr Kapital in den Schwellenländern investiert haben, brauchen dieser Tage starke Nerven. Nicht nur die Corona- und die Argentinien-Krise machen der Ländergruppe zu schaffen, auch der anhaltende Ölpreiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien trifft die aufstrebenden Nationen schwer. Es gibt jedoch Unterschiede, zeigt eine Analyse von First State Investments.

Während die Vereinigten Arabischen, Katar und Kuwait ihre Sozialausgaben wohl nur leicht kürzen müssen und negative politische Folgen nicht zu erwarten sind, haben Länder mit weniger Energie- und Finanzreserven wie Oman und Bahrain größere Probleme, die Krise in den Griff zu bekommen. Sie sind dazu gezwungen, ihre Ausgaben deutlich stärker zu senken. Immerhin: "Wir erwarten nicht, dass dies soziale Unruhen provoziert", schreiben die Experten.

In Ecuador hingegen gefährden die niedrigen Ölpreise die Haupteinnahmequelle der Regierung. Das Land kämpft, um seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das wiederum bietet der Opposition und den indigenen Demonstranten "eine erneute Gelegenheit, die Regierung herauszufordern", heißt es in der Analyse.

Shutdowns verstärken Probleme
Auch Argentinien kämpft mit seinen Schulden. Die Wirtschaft des Landes droht zum neunten Mal in der Landesgeschichte zusammenzubrechen. "Die neue Regierung hat die selbst gesetzte Frist versäumt, bis zum 31. März einen Schuldenrestrukturierungsplan auszuarbeiten", schreiben die Analysten. Die Shutdowns aufgrund der Corona-Krise verlangsamen diesen Prozess zusätzlich.

Ebenso düster sind die Konjunkturaussichten Chiles. Rund die Hälfte der Gesamtexporte des Landes bestehen aus Kupfer, wovon der größte Teil wiederum nach China geht. "Der Ausbruch des Virus hat weitere soziale Unruhen verhindert, aber wirtschaftliche Sorgen und das Verfassungsreferendum, das auf das vierte Quartal verschoben wurde, verstärken die Probleme." (fp)

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