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Die Strategie des Impact-Pioniers IFC

Impact Investing in Emerging Markets gilt vielen Investoren noch als Zukunftsterrain. Tatsächlich gibt es aber eine Institution, die diese Art von Investition bereits seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts erfolgreich betreibt – der Impact-Investor IFC als Case Study.

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Pioniere sehen sich immer mit unbekannten Risiken und Herausforderungen konfrontiert. Die International Finance Corporation (IFC) hat bereits in den 1950er-Jahren Impact-Territorium betreten und bietet ein hervorragendes Beispiel dafür, was es bedeutet, ein Impact-Investor zu sein.
© archivist

Die Idee, mit seinen Investments zielgerichtet Gutes im Hinblick auf ökologische und soziale Problemstellungen zu bewirken, ist dieser Tage enorm ­populär. Dabei gibt es eine supranationale Institution, die sich schon seit Jahrzehnten genau diesem Zweck verpflichtet hat, auf ökologische und soziale Verbesserungen in Schwellenländern abzielt und einen eindrucksvollen Track Record aufweist, der keinen Vergleich zu scheuen braucht: die ­International Finance Corporation (IFC).

Traditionsreich
1956 als Weltbanktochter gegründet, umfasst das Mandat der in 130 Schwellenländern vertretenen IFC „die weitere wirtschaftliche Entwicklung durch Belebung des Wachstums produktiver Privatunter­nehmen in den Mitgliedsstaaten, speziell in den weniger entwickelten Gebieten“. Der Investmentansatz der Organisation geht auf die Erkenntnis zurück, dass einige ausgewählte Märkte nicht über adäquates Investmentkapital verfügen. Die Satzung der IFC spricht davon, dass „(…) die IFC Finanzierungen in jenen Fällen übernehmen soll, in denen ausreichend viel privates Kapital zu vernünftigen Konditionen nicht verfügbar ist“. 185 Mitgliedsstaaten besitzen und steuern die Institution, legen deren Statuten und Ziele fest und statten sie mit Eigenkapital aus. Die Bilanzsumme der IFC beträgt zirka 99 Milliarden US-Dollar, wovon 43 Milliar­den entwicklungsfördernde Investments ausmachen, während der Rest liquide Mittel sind.

Die Weltbank hat zuletzt im Rahmen einer groß angelegten Studie vergangenen August die Effizienz der IFC-Investments untersucht. So haben die Autoren den Wert der von der IFC für den Erwerb von Beteiligungen jährlich seit 1970 eingesetzten Zahlungsmittel den weltweit getätigten ausländischen Direktinvestitionen (FDIs, Foreign Direct Investments) gegenübergestellt (siehe Grafik „Reales jährliches Beteiligungsinvestment“). Bei diesen seit 1970 vorhandenen Daten handelt es sich um ­Investitionen von Direktinvestoren in das im Ausland befindliche Anlagevermögen von Unternehmen oder Projekten mit dem Ziel, Einfluss und Kontrolle über diese ­Investition auszuüben. Grafisch lässt sich auf diese Weise der Gleichlauf der beiden Größen darstellen.

Steigendes Engagement
So ist das Beteiligungsengagement der IFC mit den FDIs gestiegen, hat sich aber in Abschwungphasen als weniger volatil erwiesen. Während die ­ausländischen Direktinvestitionen in den Rezessionen 2001 und 2008 substanziell ­zurückgingen, stiegen die IFC-Investitionen im Jahr 2001 sogar an. 2008 fielen sie zwar kurzzeitig, legten in den Folgejahren allerdings deutlich zu, während bei den FDIs ­eine Plateaubildung zu verzeichnen war. 2018 allerdings gingen sowohl die Investitionen der FDIs und der IFC deutlich zurück. Dazu muss man wissen, dass die IFC 2017 begann, Gespräche bezüglich einer Kapitalerhöhung mit ihren Gesellschaftern zu führen, die sich 2019 materialisierten. Anscheinend sah sich die IFC zu dieser Zeit mit zu wenig Kapital ausgestattet. Der Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen in diesen Jahren steht auch im Einklang mit einem möglichen Rückgang an verfügbaren Investmentopportunitäten.

Die ausführliche Analyse finden Sie in in der gedruckten Institutional Money Impact-Sonderausgabe 2 | 2021 oder im E-Magazin. (kb/hw)

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