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Die nächsten 100 Basispunkte der Leitzinsanhebung werden schmerzhafter

Die Leitzinsanhebung am 26. September 2018 gilt als sicher. Doch wie wird sich die Fed in Zukunft verhalten?

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Dave Lafferty, Globaler Chef-Stratege bei Natixis Investment Managers
© Natixis Investment Managers

"Angesichts von Vollbeschäftigung und einer Inflation, die im Wesentlichen das 2-Prozent-Ziel der US-Notenbank erreicht hat, ist künftig mit einer restriktiven Haltung zu rechnen", sagt Lafferty. Sowohl die Stundenlöhne als auch die Kerninflationsraten seien im Jahr 2018 deutlich gestiegen, was darauf hindeute, dass die Phillips-Kurve möglicherweise nicht tot sei, so der Ökonom weiter.

Fed-Chef will Märkte auf einen steileren Zinspfad einschwören
Das künftige vorrangige Ziel von Notenbankchef Jerome Powell dürfte darin bestehen, die Lücke zwischen der Zinserhöhungsprognose der Fed von drei Zinserhöhungen im Jahr 2019 und den aktuellen Markterwartungen von lediglich zwei Zinserhöhungen zu schließen. Lafferty dazu: "Powell betritt damit einen schmalen Grat. Er möchte die Märkte für einen etwas steileren Weg vorbereiten, ohne dabei freilich die Investoren zu erschrecken oder die Zinsstruktur-Kurve umzukehren."

Aus Sicht von Natixis IM liegt die gefährliche Phase der Fed-Politik noch vor uns
Erstmals seit zehn Jahren übersteigt die Fed Rate die Inflation. Die reale Fed Fund Rate durchbricht mithin die Null-Prozent-Marke. "Übernachtkredite sind somit nicht mehr länger kostenlos. Vielleicht noch wichtiger ist, dass im Zuge der geldpolitischen Straffung der Fed die Zinsen im kommenden Jahr die sogenannte „neutral rate of interest" (R-Star) überschreiten dürfte." Dies ist die theoretische Grenze, an der eine akkomodative Geldpolitik in eine restriktive Geldpolitik übergeht.

Unabhängig davon, wie gut Powell diese Woche seine Botschaft übermittle, sollte das Passieren dieser beiden Meilensteine ​​als Warnung dienen, dass die nächsten 100 Basispunkte der Straffung für die Anleger wahrscheinlich sehr viel schmerzhafter als die letzten 100 Basispunkte sein würden, gibt Lafferty zu bedenken. (kb)

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