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Die Mobilität der Zukunft ist weit mehr als das Elektroauto

Das sagt Lorenz Blume, Fondsmanager und Mobilitätsexperte der LBBW Asset Management. Er blickt ohne Scheuklappen auf die Mobilität von morgen und malt für 2030 ein vielversprechendes Bild der künftigen Mobilität, die breiter aufgestellt sein wird, als es manche heute für möglich halten.

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Lorenz Blume, Fondsmanager der LBBW AM
© LBBW Asset Management

Neben dem Elektroantrieb, der sich bis 2030 in der Breite durchgesetzt haben dürfte, rechnet Blume mit einer Weiterentwicklung von mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen und von synthetischen Kraftstoffen. Nutzfahrzeuge und Robotaxis könnten sich in fünf bis zehn Jahren autonom durch unsere Städte bewegen. Innovative Transportmöglichkeiten von Gütern bieten interessante Antworten auf die Frage, wie der zunehmende Onlinehandel bewältigt werden kann. 

Staatliche und Brüsseler Vorgaben favorisieren derzeit das Elektroauto
„Wer sich mit der Mobilität der Zukunft auseinandersetzt, kommt derzeit am Thema Elektromobilität nicht vorbei. „Die Kombination aus gesetzlichen Vorgaben in puncto CO2-Emissionen und staatlichen Fördermaßnahmen führt dazu, dass die Elektromobilität aus der Nische herauskommt und sich in die Breite entwickelt“, sagt Blume. Bis 2030 werde die batterieelektrische Antriebsform in Europa und auch global weit verbreitet sein. 

Nachgelagerte Branchen profitieren zum Teil deutlich stärker
Wer davon profitieren wolle, sollte sich laut Blume nicht nur auf die Autoproduzenten fokussieren. „Alle Hersteller arbeiten noch an der Profitabilität von Elektroautos. Wir haben uns die gesamte Wertschöpfungskette angeschaut und folgendes festgestellt: Nachgelagerte Branchen profitieren zum Teil deutlich stärker vom Trend zum elektrifizierten PKW als die Hersteller von Autos“, berichtet Blume und nennt zwei Beispiele: Die zunehmende Akkuproduktion komme Rohstoffproduzenten zugute – und infolge der Elektrifizierung würden mehr Halbleiter in Fahrzeugen verbaut, was zusätzliches Geschäft für Chiphersteller bedeute.

Alternativen zum batterieelektrischen Antrieb 
Nach Ansicht von Blume würden Anleger, die sich beim Thema Mobilität der Zukunft allein auf die Elektromobilität konzentrieren, allerdings mögliche Chancen liegen lassen. „Ich gehe davon aus, dass Alternativen wie die mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen weiterentwickelt werden“, sagt Blume. Das hänge mit zwei Faktoren zusammen. „Erstens kommt die Batterietechnik an Grenzen, wenn viel Gewicht über weite Strecken transportiert werden muss. Mit CO2-neutraler Herstellung kann Wasserstoff deshalb sinnvoll für den Antrieb von Last-wagen, Flugzeugen und Schiffen sein. Zweitens könnte überschüssiger grüner Strom, der beim weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energie insbesondere in Zeiten großer Sonneneinstrahlung oder in windstarken Phasen anfällt, für die Produktion von Wasserstoff verwendet werden“, so Blume. Die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle seien deshalb von Anfang an Teil seiner Investmentstrategie beim Fonds LBBW Mobilität der Zukunft gewesen.  

Wasserstoff und E-Fuels
Interessant findet Blume auch synthetische Kraftstoffe in Form sogenannter E-Fuels. „Sie könnten Autos mit Verbrennern im besten Fall klimaneutral machen, wenn das beim Verbrennen entstehende klimaschädliche CO2 bei der Herstellung aus der Luft kommt. Das Potential ist groß. Allein in Deutschland gibt es 47 Millionen Autos mit Verbrennungsmotoren, weltweit sind es 1,6 Milliarden“, sagt Lorenz Blume. Noch stehe die Entwicklung zwar am Anfang. Dass Porsche angekündigt habe, an synthetischen Kraftstoffen zu forschen, lasse allerdings aufhorchen.

Innovative Transportmöglichkeiten von Gütern 
„Mit Hochdruck arbeiten viele Unternehmen derzeit auch am autonomen Fahren, das aus meiner Sicht interessante Investmentperspektiven bietet. Allerdings gibt es weltweit nur rund ein Dutzend Unternehmen, die die jahrelangen Investitionen bis zur Marktreife tragen können“, berichtet Blume. „Das autonome Fahren ist ein Marathon, der mit einem Sprint begann“, beschreibt er den zeitlichen Horizont. Er rechnet damit, dass autonome Fahrsysteme in fünf bis zehn Jahren marktreif seien, dann aber zunächst in Robotaxis und Transportfahrzeugen zum Einsatz kommen. „Das wird auch ungeahnte Möglichkeiten im Lieferverkehr eröffnen. Die Zunahme des Onlinehandels hat zu einem starken Anstieg des Lieferverkehrs in den Städten geführt. Eine große Entlastung könnte es zum Beispiel sein, wenn elektrifizierte Fahrzeuge die Waren in der Nacht autonom transportieren“, beschreibt Blume die Zukunftsvision.

LBBW Mobilität der Zukunft feiert ersten Geburtstag
Investoren können mit dem LBBW Mobilität der Zukunft Teil dieser Evolution werden und von den Megatrends profitieren. „Wir verfolgen mit dem Fonds einen undogmatischen, technologieoffenen Ansatz und versuchen, die Profiteure des Megatrends Mobilität ausfindig zu machen – zum Vorteil der Anleger“, sagt Blume. „Dabei kommt uns unser langfristiges Branchen-Knowhow und unsere ausgewiesene Stock-Picking-Expertise zugute.“ Aus einem globalen Anlageuniversum wählt Blume auf Grundlage einer qualitativen Fundamentalanalyse und unter Berücksichtigung von Chance-/Risiko-Gesichtspunkten sowie der passenden Länder-/Branchenstruktur die vielversprechendsten Titel aus. Der Erfolg gibt der Strategie recht. Seit der Auflage vor einem Jahr hat der Fonds eine Wertsteigerung von 24,3 Prozent  per 4.11.2020 erzielt. (kb)

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Der Fonds in Zahlen

FondsbezeichnungLBBW Mobilität der Zukunft
ISIN der I-TrancheDE000A2PR6L9
laufende Kosten0,82 Prozent p.a.
Auflage der I-Tranche16.03.2020
Geschäftsjahrende 31.10.
FondswährungEuro 
FondsmanagerLorenz Blume

 

 

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