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Die Märkte überschätzen die Wirkung steigender Zinsen

Die US-Notenbank will die Zinsen 2022 schrittweise anheben, um die stark anziehende Inflation zu bekämpfen. Die Folge: Die Zinsen sind deutlich gestiegen, Wachstumswerte wurden abgestraft.

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Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM
© Team Uwe Noelke / Moventum

„In der Regel überschätzen die Märkte aber den Einfluss der Zinserhöhungen“, sagt Carsten Gerlinger, Managing Director und Head of Asset Management bei Moventum AM. „In der Regel ist die mittelfristige Wirkung für die Märkte deutlich geringer als die ersten kurzfristigen Reaktionen das vermuten lassen.“

Märkte sind bereits im Vorfeld der ersten Zinsanhebung hochgradig nervös
Obwohl die Fed noch keinen Schritt vollzogen hat, gehen die Märkte bereits in Abwehrhaltung. Sowohl in Europa wie in den USA mussten in den vergangenen Wochen vor allem Tech-Werte Verluste hinnehmen. „Insgesamt gab es einen deutlichen Umschwung bei der Performance, weg von den Growth- hin zu den Value-Titeln“, so Gerlinger. Vor allem Tech-Werte litten, die bislang ihre hohen Bewertungen auch mit den niedrigen Zinsen rechtfertigen konnten.

Value statt Growth ist gefragt
„Bei Wachstumswerten werden zukünftige Gewinne mit dem aktuellen oder erwarteten Zinssatz in die Gegenwart diskontiert, um so eine faire Bewertung für das Unternehmen zu finden“, sagt Gerlinger. Steigende Zinsen sorgen da für sinkende Bewertungen. „Grob gesagt werden andere Anlageformen attraktiver, die Investoren sind nicht bereit, für mögliche Gewinne mehr Risiko einzugehen“, so Gerlinger.

Märkte neigen zu kurzfristig übertriebenen Reaktionen
Oft fällt die kurzfristige Reaktion der Märkte deutlich stärker aus, als das im Nachhinein betrachtet richtig oder notwendig gewesen wäre. „Die Vergangenheit zeigt, dass der Markt bereits bei kleinen Zinsschritten oder Bewegungen schnell davon ausging, dass die Zinsen sofort und umfassend steigen“, so Gerlinger. „Und zumindest für die langfristigen Zinsen war dies in aller Regel falsch.“

Aktuelle Abstrafung der Tech-Werte ist eine Übertreibung
„Dies beruht auf der Annahme, dass die Zinsen jetzt auch am langen Ende deutlich anziehen“, sagt Gerlinger. „Doch davon ist nach den Erfahrungen der Vergangenheit und angesichts immer noch wackeliger Konjunkturaussichten nicht auszugehen.“ Gerade wenn die Fed nach den ersten Zinsschritten feststellt, dass das Wachstum stärker zurückgeht als erwartet, wird sie sich recht schnell wieder von weiteren Zinserhöhungen verabschieden. Insofern könnten die Kursrückgänge bei den Techs jetzt durchaus Kaufgelegenheiten darstellen. (kb)

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