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Die fünf größten Inflations-Irrtümer

Kaum ein Thema beherrscht die Schlagzeilen in Marktkommentaren und die Diskussionen unter Investmentprofis dieser Tage so sehr wie eine möglicherweise kraftvolle Rückkehr der Inflation. Der Schweizer "Tages-Anzeiger" klärt die wichtigsten Fragen zu diesem Aspekt.

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Missverständnis 4: Schuld an allem ist immer der Ölpreis
Das Auf und Ab am Ölmarkt erklärt, wie gesehen, einen Großteil der Entwicklung der Konsumentenpreise, wenigstens der "gefühlten". Profis sind die oft erratischen Schwankungen an den Rohölmärkten indes nicht mehr wert als ein Achselzucken. Woran liegt's?

Notenbanker achten beispielsweise vor allem auf die sogenannte Kerninflationsrate, welche die von ihnen und ihrer Geldpolitik kaum beeinflussbaren Rohstoffpreise konsequent außen vor lässt. Auf fixe Steuern und CO2-Abgaben, die den Endpreis maßgeblich ausmachen, können sie schlussendlich kaum einwirken. Darüber hinaus hat der Einfluss fossiler Brennstoffe in den letzten Jahrzehnten realwirtschaftlich gesehen spürbar nachgelassen. Dienstleistungen haben heutzutage ein größeres Gewicht im Warenkorb, wohingegen die industrielle Fertigung - auch dank gelungener Bemühungen, ressourchenschonend zu wirtschaften - weniger ölintensiv geworden ist.
© xmentoys / stock.adobe.com

Google-Suchen nach dem Begriff "Inflation" sind in den USA auf einen Rekordwert gestiegen. Angesichts der Tatsache, dass die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten im April 2021 bei satten 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat lag, ist das nicht weiter verwunderlich. Auch in Europa werden die Teuerungsraten wieder größer. So schießen die Preise für diverse Getreidesorten, Industriemetalle und vor allem Rohöl nach oben. Das schürt Ängste bei Anlegern und verunsichert Verbraucher. Doch wieso hat der Begriff "Inflation" ein fast durchweg furchteinflößendes Image?

Wer als Unternehmer die Preise für seine Güter oder Dienstleistungen erhöht und dennoch massenhaft zufriedene Abnehmer für sein Sortiment findet (und so Umsatz und Gewinn steigert oder zumindest stabilisiert) kann – inklusive seiner Mitgesellschafter und der Belegschaft – hochzufrieden sein. Wie so oft also scheint die Interpretation im Auge des Betrachters zu liegen.

Wie genau entsteht Inflation, wie wird sie gemessen, und was bedeutet sie für den Arbeitsmarkt und die Börsen? Der Schweizer "Tages-Anzeiger" ist diesen Fragen auf den Grund gegangen, um einige Missverständnisse aus der Welt zu schaffen – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb/ps)

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