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Die beste Zeit für Silber kommt genau jetzt!

Das deutsch-österreichische FinTech seasonax und sein Mastermind Dimitri Speck beschäftigen sich mit dem Phänomen der Saisonalität auf jede nur erdenkliche Art und Weise. Dieses Mal steht das überaus interessante saisonale Muster von Silber im Mittelpunkt des Interesses.

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Seasonax-Gründer und Chefanalyst Dimitri Speck
© interfoto

Rohstoffe werden oft als Alternative zu Aktien gesehen und verfügen über ausgeprägte saisonale Kursverläufe. So ist beispielweise Heizöl im Sommer tendenziell billiger als im Winter, und Weizen ist typischerweise vor der Ernte teurer als danach. Auch bei Edelmetallen kann man saisonale Trends offenlegen. Seasonax-Gründer und Chefanalyst Dimitri Speck: "Dieses Mal wollen wir uns den Silberpreis im zeitlichen Ablauf eines Kalenderjahres ansehen. Sein Preis hinkt Gold signifikant hinterher, steht doch die Gold/Silver Ratio gegenwärtig bei mehr als 80 und ist damit in der Nähe historischer Höchststände."

Gibt die Saisonalität ein Kaufsignal für Silber?

Quelle: Seasonax

Das Beste kommt noch
Tatsächich scheint Silber so etwas wie der Shooting Star zu Jahresbeginn zu sein. Speck: "Im Schnitt über die letzten 15 Kalenderjahre zeigt der saisonale Chart eine kräftige Aufwärtsbewegung von Mitte Januar bis Anfang April." Für den Rest des Jahres ist die Kursentwicklung eher gedämpft. Die nun bevorstehende saisonale Rallye dauert typischerweise bis 9. April. 

In elf von 15 Jahren findet sich die Bestätigung für diesen Trend
In mehr als 70 Prozent der Fälle war dieses saisonale Muster jedenfalls anzutreffen. In den Jahren, wo dies zutraf, lag der durchshcnittliche Anstieg in diesem Zeitfenster bei 16,01 Prozent, währen in den vier Verlustfällen der Preis im Schnitt um 5,49 Prozent nachgab. Einen besonders großen Wertzuwachs gab es im Jahr 2011, hier waren es 42,34 Prozent gewesen. Umgekehrt war der größte Verlust 2013 zu beobachten, wo Silber in diesem Zeitraum 10,81 Prozent verlor. 

Der Balkenchart zeigt die Wertenwicklung im beschriebenen Zeitfenster zwischen 15. Januar und 9. April seit 2004, wobei grüne Balken Gewinne, rote Verluste symbolisieren. 

Quelle: seasonax

"Man sieht dabei sofort, dass Verluste in dieser sdaisonal starken Periode gehäuft nach 2012 auftreten", analysiert Speck. Das überrasche insofern nicht, als sich Silber ab 2013 in einem alllumfassenden Abwärtstrend befinde.

Gründe für die ausgeprägte saisonale Rallye von Silber bis Anfang April
Silber ist primär ein Industriemetall, sodass die industrielle Nachfrage den saisonalen Preisverlauf beeinflusst. Typischweise platzieren nämlich die industrielle Silberverbraucher ihre Orders am Anfang ihres Finanzjahres, das meist mit dem Kalenderjahr ident ist.

Eine solche Geschäftspraktik ist nicht notwendigerweise rational, wenn man seine Einkäufe zu einem möglichst günstigen Preis tätigen möchte. Doch ist es viel geübte Geschäftspraxis bei der Jahresplanung, dass diese vom Kalender- und Geschäftsjahresrhythmus bestimmt wird. Speck: "Entweder sind sich die industriellen Nachfrager des saisonalen Musters nicht bewusst oder sie ignorieren es einfach." International übliche Geschäftspraktiken haben eben Vorrang. Ebenfalls eine Rolle spielen könnte die Tatsache, dass bestimmte Lagerpositionen zur Jahreswende abgebaut werden. Geschäftsbezogene saisonale Muster sind nicht unüblich und finden sich auch in anderen Industriezweigen, wo man sie nicht unbedingt erwarten würde, weiß Speck.   

Sasionale Muster finden sich auch bei anderen Edelmetallen
Diese herauszfinden, ist ein Leichtes, wenn man sich der web-basierten App via www.app.seasonax.com bedient oder die Seasonax App im App Studio von Bloomberg Professional Terminals beziehungsweise in Thomson Reuters Eikon aufruft. Hier sind dem individuellen Spürsinn von Investoren und Tradern beim Auffinden sasionaler Muster keine Grenzen gesetzt. (kb)

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