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Deutschland sieht schwächeren CO2-Preisanstieg als Prognostiker

Deutschland rechnet mit einem geringeren Anstieg der Preise von Emissionsrechten, was den Umfang des Fonds zur Finanzierung der Energiewende vermindern würde. Die magere Entwicklung der Industrieproduktion sorgt für weniger Nachfrage nach Emissionszertifikaten und moderatere CO2-Preise.

co2
© mindscanner

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Preise im EU-Emissionshandelssystem bis 2021 um acht Prozent auf 27 Euro pro Tonne steigen und bis 2023 auf 28 Euro, wie von informierten Personen verlautete. Der derzeitige Preis im Emissionshandelssystem liegt knapp unter 25 Euro pro Tonne, wie der folgende Bloomberg-Chart zeigt.

Schwächelnde Industrieproduktion hält Nachfrage nach CO2-Zertifikaten in Schach 

Auf Grundlage der Prognosen ist davon auszugehen, dass die Bundesregierung im kommenden Jahr nur 3,5 Milliarden Euro aus dem Emissionshandel einnehmen wird, erklärte eine der informierten Personen. Dies wäre ein Rückgang gegenüber den für 2019 erwarteten Einnahmen von rund 3,9 Milliarden Euro, die anfallen könnten, wenn die Preise etwa so bleiben, wie sie aktuell sind, berichtet Bloomberg News. Während strengere Umweltvorschriften die Kosten für Zertifikate in die Höhe treiben, schränken Deutschland und andere Länder ihre ausgegebenen Mengen ein, was den Geldzufluss in die Staatskasse verringern könnte, wenn die Preisanstiege wieder nachlassen.

Energie- und Klimafonds am stärksten betroffen
Für die Bundesregierung wäre der Energie- und Klimafonds am stärksten betroffen, der dazu beitragen soll, die wirtschaftliche Belastung durch die Abkehr von fossilen Brennstoffen für die Unternehmen zu mindern. Der Fonds ist das Hauptinstrument für die Finanzierung des Vorhabens, das in den kommenden Jahrzehnten Hunderte Milliarden Euro kosten wird.

Preise für CO2-Zertifikate belastet
Die Regierung muss Forderungen nach einer schnelleren Senkung der CO2-Emissionen gegen die Besorgnis der Kohlekumpel und Kraftwerksarbeiter abwägen, die arbeitslos werden, wenn das Land den Kohleausstieg vollzieht. Es ist ungewöhnlich, dass die detaillierten Haushaltsannahmen in Deutschland öffentlich bekannt werden, und die Prognosen der Regierung für den CO2-Handel sind wesentlich konservativer als die von Prognostikern wie Energy Aspects und BloombergNEF. Laut einem Informanten belastet ein schwächeres Wirtschaftswachstum die Preise für CO2-Zertifikate. Hinzu kommen die günstigeren Erdgaspreise und die Absicht Großbritanniens, die EU zu verlassen. Verglichen mit der Prognose der Bundesregierung, rechnet Energy Aspects für 2021 mit einem CO2-Preis von 34 Euro. BloombergNEF zufolge könnten die Preise im nächsten Jahr sogar auf 48 Euro steigen. (kb)

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