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Deutscher Beteiligungskapitalmarkt lässt Pandemie hinter sich

Investitionen von 6,56 Milliarden Euro bedeuten ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr, als 6,44 Milliarden Euro investiert wurden. Insgesamt wurden rund 627 Unternehmen in den ersten sechs Monaten des Jahres mit Beteiligungskapital finanziert, davon 376 mit Venture Capital.

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"Der deutsche Beteiligungsmarkt hat den Corona-Schock abgeschüttelt. 6,6 Milliarden Euro investierten Beteiligungsgesellschaften hierzulande im ersten Halbjahr 2021“, so Ulrike Hinrichs (Bild), Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK e.V.) zu den heute vorgelegten, vorläufigen Marktzahlen.
© BVK

„Nach dem Rekordjahr 2019 mit Investitionen von 15,7 Milliarden Euro und einem fast ebenso starken 2020 mit 14,8 Milliarden Euro sind wir im laufenden Jahr auf guten Weg, dieses Investitionsniveau wieder zu erreichen. Der Markt zeigt sich aktuell in allen Segmenten sehr investitionsfreudig und hat die Pandemie hinter sich gelassen“, hält Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).

Venture Capital mit Rekordhalbjahr
Venture Capital feierte ein Rekordhalbjahr. Mit 2,25 Milliarden Euro investierten Beteiligungsgesellschaften in einem Halbjahr noch nie so viel Venture Capital in Deutschland. Damit wurde nicht nur das Volumen des Vorjahreshalbjahres (1,06 Milliarden Euro) verdoppelt, sondern bereits die Investitionen des gesamten Jahres 2020 (1,94 Milliarden Euro) übertroffen. Hauptgrund sind die große Zahl dreistelliger Finanzierungsrunden bei vor allem Unicorn-Start-Ups wie zum Beispiel Celonis, Trade Republic, Flix Mobility, Wefox oder Scalable Capital. Hier haben Beteiligungsgesellschaften substantiell neben anderen Investoren mitinvestiert. „Venture Capital boomt aktuell und die Stimmung ist bestens. Covid-19 ist keine Belastung mehr“, so Hinrichs. „Diesen Schwung müssen wir nutzen, um weitere Leuchttürme wie die deutschen Einhörner zu kreieren, aber auch um Venture Capital in der Breite weiter voranzubringen“.

Buy-Outs mit deutlichem Rückgang
Die Buy-Out-Investitionen summierten sich in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 2,39 Milliarden Euro. Damit wurden die Vorjahreswerte zwar deutlich verfehlt (H1: 5,08 Milliarden Euro, H2: 6,55 Milliarden Euro). „Allerdings erwarten wir, dass bis zum Jahresende einige der zuletzt angekündigten Transaktionen noch abgeschlossen werden, und die Investitionen im zweiten Halbjahr merklich anziehen werden“, ordnet Hinrichs die Zahlen ein. Zu den größten angekündigten beziehungsweise bereits abgeschlossenen Transaktionen im bisherigen Jahresverlauf gehören Birkenstock, Rodenstock, Tentamus Analytics, think-cell Software oder Engel&Völkers. „Insgesamt beobachten wir ein reges Buy-Out-Geschehen, das gerade zur Jahresmitte noch einmal zugelegt hat“, ergänzt Hinrichs. Wie im Vorjahr wurden 65 Buy-Outs in den ersten sechs Monaten gezählt.

Die meist mittelstandorientierten Minderheitsbeteiligungen (Wachstums-, Replacement- und Turnaround-Finanzierungen) summierten auf 1,91 Milliarden Euro und übertrafen damit deutlich das Vorjahresniveau (H1: 0,29 Milliarden Euro, H2: 0,97 Milliarden Euro). In diesem Marktsegment fluktuieren die Investitionen regelmäßig aufgrund einzelner großer Einzelinvestments bei etablierten Mittelständlern und reiferen Jungunternehmen. (kb)

 

 

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