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Deutsche Pfandbriefbank: Gute Zahlen aus den USA

Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) meldete mit den Halbjahreszahlen einen schnelleren Abbau ihres US-Geschäfts und muss diesbezüglich keine neuen Vorsorgen tätigen.

© Bloomberg / Bloomberg News

Eckpunkte:

  • Pfandbriefbank kommt beim Abbau ihres US-Geschäfts rasch voran
  • Laut jüngsten Halbjahreszahlen sind diesbezüglich keine neuen Vorsorgen notwendig
  • Das könnte jene Marktteilnehmer interessieren, die in Real Estate Debt investiert sind oder dies zukünftig beabsichtigen

Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) kommt nach eigenen Angaben beim geplanten Abbau des US-Portfolios schneller voran als erwartet, ohne dass dort im ersten Halbjahr zusätzliche Risikokosten angefallen sind. Darüber informiert Bloomberg.

Das US-Portfolio schrumpfte per Ende Juni auf 2,7 Milliarden Euro, verglichen mit 3,1 Milliarden Euro zum Ende des vergangenen Jahres, wie der Immobilienfinanzierer am Donnerstag mitteilte. Das Volumen fauler Kredite sank auf 0,5 Milliarden Euro und war damit bereits nahe am Jahresendziel von 0,4 Milliarden Euro.

Positiver Trend bei der Risikovorsorge
Die Risikovorsorge belief sich im ersten Halbjahr auf 13 Millionen Euro. In den USA wurden keine neuen Risikokosten gebucht. Im selben Zeitraum des Vorjahres hatte sich die gesamte Vorsorge wegen des beschlossenen Rückzugs aus den USA noch auf 323 Millionen Euro belaufen.

“Die Geschäftsentwicklung in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres zeigt, dass die Transformation der Bank auf einem guten Weg ist”, sagte Vorstandschef Kay Wolf. Das Neugeschäft wachse weiter deutlich und profitabel. Und bei der Diversifikation der Erträge gebe es Fortschritte.

Zur Erinnerung: Die Deutsche Pfandbriefbank befindet sich gerade inmitten einer strategischen Neuausrichtung. Sie zieht sich aus den USA zurück und konzentriert sich künftig auf die europäischen Märkte. Zudem arbeitet die Bank an der Diversifizierung ihres Geschäftsmodells und expandiert im Asset Management.

Moody’s hatte in dieser Woche jedoch vor Gegenwind für die PBB gewarnt und mehrere Noten mit einem negativen Ausblick versehen. Die Ratingagentur verwies auf ein beharrlich träges makroökonomisches Umfeld und ein damit in Verbindung stehendes begrenztes Erholungspotenzial bei Gewerbeimmobilien. Das könne die PBB ausbremsen, hieß es (Institutional Money berichtete).

Die Aareal Bank, eine andere in Deutschland beheimatete Bank mit einem starken Fokus auf Gewerbeimmobilien, will sich anders als die PBB nicht aus den USA zurückziehen. Allerdings tritt auch sie auf die Bremse und hat dort zuletzt keine neuen Kredite ausgereicht.

PBB bestätigt Jahresausblick
Die PBB erklärte am Donnerstag, sie halte an ihrem Ausblick für das Gesamtjahr fest. Dieser liegt bei einem Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr erreichte die Bank einen Gewinn von 16 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr plant die PBB unverändert mit einem Neugeschäftsvolumen in Höhe von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro, verglichen mit 6,3 Milliarden Euro im Jahr 2025. (aa)

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