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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Wie geht es 2020 weiter mit der Weltwirtschaft und was bedeutet der Führungswechsel an der EZB-Spitze für die europäische Geldpolitik? PIMCO-Chefökonom Joachim Fels erläutert im Video den Konjunkturausblick und die Schlussfolgerungen für die Asset-Allokation.

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Deutsche Industrieproduktionszahlen: Vom Musterschüler zum Nachzügler

Die DWS Group sieht sich die neuesten deutschen Industrieproduktionszahlen im europäischen Vergleich an. Diese zeigten sich in den letzten Monaten vergleichsweise schwach. Für den gesamten Euroraum scheint die Industrieproduktion noch weitestgehend solide zu sein.

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© tchadawa

Was besonders verwundert, ist die Tatsache, dass Italien, das lange hinterherhinkte, im Vergleich dazu sogar recht gut abschneidet. Selbst das Vereinigte Königreich hat in letzter Zeit bessere Industrieproduktionszahlen vorgelegt als Deutschland. Das zeigt der folgende Chart:

Allerdings beinhalten diese noch nicht die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im laufenden Brexit-Streit. Schließlich versuchte Premierminister Boris Johnson erst Ende August das Parlament auszusetzen (oder zu "vertagen"). Die Zwangspause wurde dann im September vom Obersten Gerichtshof des Vereinigten Königreichs wieder aufgehoben. In der Zwischenzeit verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das darauf abzielt, eine Verlängerung der Rücktrittsfrist zu gewährleisten. Es sei denn, das Parlament stimmt einem Rücktrittsvertrag bis zum 19. Oktober zu oder ringt sich dazu durch, auch einem Austritt aus der Europäischen Union ohne Abkommen seinen Segen zu geben.

Exponiertheit Deutschlands kann man so - oder auch anders - sehen 
Ähnlich wie beim Handelskonflikt hat Deutschland als Europas führender Exporteur den Großteil der Brexit-Effekte zu spüren bekommen. Die starke Exportabhängigkeit Deutschlands könnte im Umkehrschluss aber auch ein Vorteil sein, falls sich die politischen Rahmenbedingungen für den Handel und den Brexit in den kommenden Wochen verbessern sollten. Das gilt umso mehr, als  sowohl die Erwartungen als auch die Wirtschaftszahlen bereits ziemlich schlecht sind.

Erste Stabilisierung ist auszumachen
Die jüngsten Zahlen der deutschen Industrieproduktion vom Dienstag, die noch nicht in der  Grafik enthalten sind, deuten auf eine erste Stabilisierung der Gesamtzahlen hin. Die Produktion stieg im August um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und die Daten für den Juli wurden von -0,6 auf -0,4 Prozent nach oben korrigiert. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe setzte jedoch ihren Rückgang fort, insbesondere in der Chemie und Pharmazie, die im Vergleich zum Vormonat mit -3 Prozent stark zurückging. Die "gute Nachricht" ist, dass die ohnehin schon schwachen Vorjahreszahlen ab November 2019 im Jahresvergleich leichter zu erreichen oder zumindest annähernd zu erreichen sein sollten. (kb)

 

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