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Deutsche Immobilienfinanzierer: Stimmung hellt sich auf

Bei deutschen Immobilienfinanzierern verbessert sich die Stimmungslage, wie der neueste Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi) zeigt.

© Iamflow2468 / stock.adobe.com/KI-generiert

Die Stimmung unter Immobilienfinanzierern in Deutschland hat sich zuletzt verbessert. Das zeigt der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi), der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Insbesondere die aktuelle Lage wird demnach von den Marktakteuren positiver eingeschätzt, merkt Bloomberg in einem Bericht an.

Mehrere Anstiege
Nachdem der Difi im Vorquartal noch Einbußen zu verzeichnen hatte und in den Minusbereich gerutscht war, notiert er im vierten Quartal 2025 mit 0,7 Punkten wieder knapp in der Pluszone. Im Vergleich zum Vorquartal machte der Situationsindikator mit einem Zuwachs von 13,4 Punkten einen Sprung nach oben. Beim Erwartungsindikator betrug der Zugewinn nur 3,2 Punkte.

Der vom Immobiliendienstleister JLL und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsestitut (HWWI) ermittelte Index bildet die Einschätzungen von Immobilienfinanzierern ab. Diese werden vierteljährlich zur Lage am Kreditmarkt in den vergangenen sechs Monaten und zur erwarteten Entwicklung in den kommenden sechs Monaten befragt.

Die Immobilienmärkte waren vor rund drei Jahren wegen der damals stark steigenden Zinsen unter Druck geraten. Hinzu kam der Trend zum Homeoffice, der Büroimmobilien unter Druck setzte.

Trend mit richtiger Richtung
„Auch wenn Investoren Büroimmobilien nach wie vor mit Skepsis begegnen, geht der Trend in die richtige Richtung”, sagte Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. “So liegt das Transaktionsvolumen nach den ersten drei Quartalen spürbar über dem Vorjahreswert. Besonders kleinere Bürodeals funktionieren gut.”

Auch andere Zahlen hatten laut Bloomberg jüngst darauf hingedeutet, dass sich der deutsche Immobilienmarkt nach dem Einbruch der vergangenen Jahre erholt.

So kamen die im Verband deutscher Pfandbriefbanken vereinten Institute im dritten Quartal 2025 auf ein Neugeschäftsvolumen von 37 Milliarden Euro. Das entsprach einem Anstieg von einem Fünftel gegenüber dem dritten Quartal 2024 und stellte zudem den höchsten Quartalswert seit Herbst 2022 dar.

“Der Wettbewerb im Finanzierungsmarkt hat in den vergangenen Monaten in der Breite deutlich zugenommen. Pfandbriefbanken, Sparkassen, Volksbanken, aber auch internationale Kredithäuser sind wieder zurück im Markt und zeigen sich offen für Neugeschäft”, erklärte Dominik Rüger vom Debt Advisory JLL Germany. (aa)

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