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Deutsche Bank: Stellenabbau USA geht wohl über Aktien, Derivate hinaus

Die Stellenstreichungen der Deutschen Bank in den USA werden unterrichteten Kreisen zufolge wahrscheinlich weit über den Handel mit Aktien und Zinsderivaten hinausgehen, die als Hauptziele identifiziert wurden.

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Christian Sewing, CEO der Deutschen Bank
© Jasper Juinen / Bloomberg

Das deutsche Kreditinstitut will die US-Mitarbeiter ab Montag über die Kürzungen informieren, wenn der Umstrukturierungsplan am Wochenende verabschiedet wird, sagten Informanten Bloomberg gegenüber. Sie lieferten keine weiteren Einzelheiten, welche Geschäftsaktivitäten betroffen sein könnten.

Rückzug aus großen Bereichen des Investment Banking 
Der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing steht kurz vor der Verabschiedung eines umfassenden Umstrukturierungsplans, der sich auf bis zu 20.000 Stellenstreichungen weltweit und einen Rückzug aus großen Bereichen des Investment Banking konzentriert, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Bank könnte den Handel mit US-Aktien gänzlich schließen, und eine Reihe von Führungskräften, darunter auch US-Chef Tom Patrick, verlasse die Bank, sagten sie. Die Bank hat die Kürzungen oder die Art der Umsetzung noch nicht im Detail festgelegt.

Dezimierung war zu wenig
Deutschlands größte Bank beschäftigte Ende 2018 in den USA 9.253 Mitarbeiter, was einem Rückgang von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr aufgrund einer vor etwas mehr als einem Jahr von Sewing eingeführten Umstrukturierung entspricht. Zwar hat die US-Sparte in den letzten zwei Jahren geringe Gewinne erzielt. Jedoch hat sie in den Jahren zuvor Verluste in Milliardenhöhe verzeichnet. Zuletzt schaffte sie zwar den Stresstest der US-Notenbank Federal Reserve, aber sie ist wiederholt ins Visier der US-Aufsichtsbehörden geraten.

Sewing hat wiederholt erklärt, dass die Deutsche Bank an ihrer US-Präsenz festhalte. Die Großbank wird wohl den Umstrukturierungsplänen den letzten Schliff geben, wenn der Aufsichtsrat an diesem Wochenende tagt. (kb)

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