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Deutsche Bank könnte US-Auflagen verletzt haben

Die Deutsche Bank kommt nicht zur Ruhe: Das US-Justizministerium hat ihr informierten Kreisen zufolge mitgeteilt, möglicherweise gegen einen Vergleich verstoßen zu haben, den sie Anfang des Jahres in einem Strafverfahren geschlossen hat.

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© Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Wie Bloomberg News in Erfahrung gebracht hat, geht es dabei um eine interne Beschwerde der ehemaligen DWS-Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler. In Frankfurt ging es mit der Bankaktie in der ersten Handelsstunde um drei Prozent nach unten.

Bei dem im Januar geschlossenen Vergleich ging es um den Vorwurf der Bestechung ausländischer Beamter und der Manipulation des Edelmetall-Terminmarktes. Die Deutsche Bank zahlte im Rahmen der Vereinbarung mehr als 130 Millionen US-Dollar. Die Bank verpflichtete sich auch, bei den Ermittlungen zu kooperieren und zu Vorwürfen von Fehlverhalten bestimmte Angaben zu machen.

Fixler hatte der DWS im März vorgehalten, den Einsatz nachhaltiger Investmentkriterien überzogen dargestellt zu haben. Die US-Staatsanwälte erfuhren von ihrer Beschwerde, nachdem diese im August vom Wall Street Journal veröffentlicht worden war. Die Zeitung berichtete auch als erste über die Mitteilung des Justizministeriums.

Ob die Deutsche Bank gegen den Vergleich verstoßen habe, stehe noch nicht endgültig fest, sagte ein Informant, der nicht namentlich genannt werden wollte, weil die Kommunikation zwischen der US-Regierung und der Bank nicht öffentlich sei. Die Behörde könnte ihre Untersuchung auch beenden, ohne weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Zeitpunkt und Auswirkungen der Nachricht seien schwer abzuschätzen, schrieb Sebastien Barthelemi, Chef der Kepler-Analyseabteilung Credit. Der Ruf der Deutschen Bank drohe jedoch Schaden zu nehmen. Im schlimmsten Fall könnte es nun zu strafrechtlicher Verfolgung mit unbekannten Folgen kommen. Denkbar wäre aber auch, dass die Bank ungeschoren davonkommt oder lediglich die Vergleichsbedingungen ein Jahr länger erfüllen muss. (kb)

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