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Deutsche Bank dank SPACs zurück unter den größten IPO-Banken

Der Börsenhype um Blankoscheck-Gesellschaft hat der Deutschen Bank ein Comeback unter die weltgrößten Akteure im IPO-Geschäft beschert. Die Bank kletterte in den vergangenen Quartalen in der Rangfolge nach oben und schaffte es nun auf Platz 10 der größten Berater bei Börsengängen.

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© Krisztian Bocsi / Bloomberg

Dieser Aufstieg unter die Top 10 der IPO-Banken gelang, obgleich die Deutsche Bank 2019 ihr Mannschaft im Aktiengeschäft zusammengestrichen hatte. Viel Schub dabei brachte die Begleitung von Blankoscheck-Gesellschaften, den sogenannten Special Purpose Acquisition Companies (SPACs). In diesem Segment konnten die Frankfurter sogar mehr Transaktionen unter Dach und Fach bringen als Wall-Street-Größen wie Bank of America und J.P. Morgan Chase.

Die Deutsche Bank hatte bereits lange vor dem Boom ein Geschäft mit SPACs und damit eine gute Ausgansposition. In einer Barclays-Analyse hieß es, das Segment sei für die Deutsche Bank eine besondere Chance in Sachen Rentabilität, da es nicht viel Kapital in Anspruch nehme.

Globales IPO Ranking

Nach der Umstrukturierung sei damit zu rechnen gewesen, dass das Aktien-Kapitalmarktgeschäft der Bank unter Druck geraten würde, erklärte Barclays-Analyst Amit Goel. Stattdessen habe es vom SPAC-Boom stark profitiert. In den nächsten Jahre könnte der Bereich eine große Rolle spielen.

Für das reduzierte Aktiengeschäft der Deutschen Bank scheinen SPACs ideal
Zur Vermarktung sind keine langen Roadshows nötig, und sie kommen ohne große Analystenteams aus. Laut Bloomberg-Daten ist die Deutsche Bank unter den wichtigsten SPAC-Arrangeuren der Welt inzwischen die Nummer fünf. Vergangenes Jahr kam die Bank auf Rang acht.

Alles begann 2007...
Die Stärke der Frankfurter in dem Bereich geht auf das Jahr 2007 zurück, als ein Team des US-Brokerhauses Legend Merchant Group zur Bank stieß. Seither hatte die Deutsche Bank in einigen Jahren, in denen die Börsenmäntel noch ein Nischendasein fristeten, im SPAC-Bereich nach Barclays-Angaben einen Marktanteil von bis zu einem Drittel. Sollte das SPAC-Geschäft abnehmen, könnte es für die Deutsche Bank in der IPO-Rangliste schnell abwärts gehen, beruht ihre Position nach Bloomberg-Daten doch zu einem größeren Teil auf dem Segment als bei fast allen anderen großen Investmentbanken. Ohne SPACs  rutscht die Deutsche Bank in der globalen Rangliste sechs Plätze ab. (kb)

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