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Deutsche Bank belebt im Alleingang europäischen Floater-Markt

Deutschlands größte Bank haucht dem Markt für Floating Rate Notes in Europa neues Leben ein.

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© Brown / stock.adobe.com

Die Deutsche Bank erweckt den dahinsiechenden Markt für Floating Rate Notes in Euro wieder zum Leben. Sie hat Unternehmen gefunden, die die Unsicherheit vermeiden wollen, kurzfristige Finanzierungen inmitten der Pandemie zu verlängern, berichtet Bloomberg.

Safety First
Das deutsche Kreditinstitut war der alleinige Bookrunner bei drei bonitätsstarken Euro-Floater-Emissionen im vergangenen Monat. Sie hat damit einen Sektor wiederbelebt, in dem nur eine syndizierte Nichtbanken-Transaktion in knapp einem Jahr stattfand. Die Bank hat die Floater erfolgreich als Alternative zu Commercial Paper vermarktet. Investoren haben noch gut in Erinnerung, wie der Markt für Handelsfinanzierung im vergangenen Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie praktisch dicht war.

Die Anleihen bieten “Flexibilität”, sagte Benjamin Terreaux, Direktor des EMEA-Syndizierungsteams der Deutschen Bank. Sie sind besonders interessant für Kreditnehmer, die die Finanzmittel nur ein oder zwei Jahre lang benötigen, erläuterte er.

Alle drei Deals in jüngster Zeit - von Amadeus IT Group und den Immobilienfirmen Heimstaden und Samhallsbyggnadsbolaget i Norden - waren zweijährige Schuldverschreibungen, die nach bereits zwölf Monaten kündbar waren. Die Emissionen über 1,6 Milliarden Euro haben dem Floater-Markt Impulse verliehen, nachdem bonitätsstarke Kapitalnehmer den Sektor aufgrund der Stützungsmaßnahmen der Zentralbank, die die festverzinslichen Fremdkapitalkosten auf Rekordtiefs trieben, weitgehend aufgegeben hatten, wie nachfolgende Grafik zeigt:

Neues Interesse
Der Appetit der Anleger auf Floater hat auch über Geldmarktfonds hinaus wieder zugenommen, da aufkeimende Inflationsrisiken die Nachfrage nach Papieren, die Schutz vor Zinserhöhungen bieten, anschieben. Manager von Total-Return-Fonds gehören zu den Anleihekäufern, die in den letzten Monaten mehr Wert auf kürzere Laufzeiten gelegt haben, sagte Terreaux. (aa)

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