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Deutsche-AM-Chefstratege Kreuzkamp: Ist der Dollar-Verfall zu Ende?

Der US-Dollar hat seinen Höhenflug vom Anfang des Jahres abrupt beendet, in den vergangenen Wochen hat er gegenüber dem Euro stark an Wert verloren. Der Sinkflug dürfte aber bald wieder beendet sein, sagt Stefan Kreuzkamp von der Deutschen Asset Management.

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Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management

Vor einigen Monaten diskutierten Analysten darüber, dass sich die Phase der US-Dollar-Aufwertung allmählich dem Ende zuneigen müsste. Das Ende kam schneller als gedacht. Mittlerweile ist der Greenback schon fast zu schwach, urteilt Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management. Das liegt unter anderem daran, dass der Euro zuletzt unerwartet viel Unterstützung hatte. Die Wirtschaft in der Eurozone hat sich zuletzt besser entwickelt als erwartet, während die US-Wirtschaft hinter den Erwartungen zurückblieb.

Frankreich-Wahl sorge schlagartig für Neubewertung
Alles in allem scheint die aktuelle Stärke des Euro gegenüber dem Dollar gerechtfertigt, sagt Kreuzkamp. "Wir sind aber skeptisch, dass dies alleine das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Wechselkursveränderung erklärt."

Eine unausgewogene Positionierung scheint den Trend zumindest verschärft zu haben: Im ersten Halbjahr hatten Anleger Euro-Investments gegenüber Dollar-Anlagen deutlich untergewichtet. Nach dem Ergebnis der Frankreich-Wahl hat sich das schlagartig geändert.

Investoren haben Positionen angepasst
Mittlerweile sind die meisten Investoren wieder ausgewogener positioniert, sagt der Stratege. "Damit sollte auch der große Druck aus den Märkten entwichen sein."

Weil der Dollar in den vergangenen Wochen so viele Federn lassen musste, sieht die Deutsche AM sogar Potenzial für eine Gegenbewegung. Investoren sollten jedenfalls nicht davon ausgehen, dass sich der Abwärtstrend des Greenbacks so fortsetzt wie bisher. "Keinesfalls würden wir den Kursverfall der letzten Wochen extrapolieren", sagt Kreuzkamp.

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