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Der Hybridmarkt ist am Leben – tolle Chancen voraus!

Andreas Meyer, Fund Manager bei Aramea Asset Management, freut sich, dass der Corporate Hybrid-Markt seit der Corona-Krise nun wieder deutliche Lebenszeichen von sich gibt.

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Aramea-Fondsmanager Andreas Meyer
© Aramea Asset Management

Nachdem der März und April für den gesamten Kapitalmarkt sehr stressig war und Anleihen, ganz gleich welcher Couleur und oftmals unabhängig von den Risiken, deutlich nachgegeben haben, ist es zuletzt deutlich ruhiger geworden.

Inverse Zinskurven bei Hybriden spiegeln First Call-Sorgen der Investoren wider
"Einige Emittenten bei Corporate Hybrids (Nachranganleihen von Industrieunternehmen) weisen jedoch immer noch inverse Zinskurven auf. Vereinfacht ausgesprochen bedeutet dies, dass man bei kürzeren Laufzeiten höhere Renditen erzielen kann, als bei längeren Laufzeiten des gleichen Emittenten. Ursache dafür ist die Angst, dass Unternehmen nicht vom ersten Kündigungsdatum Gebrauch machen und Laufzeiteneinschätzungen unsicherer werden", analysiert Andrea Meyer, Fondsmanager bei Aramea AM.

Unterstützung durch zwei Emittenten, die First Call-Option ziehen
Fast unbemerkt vom Markt haben jedoch zwei Emittenten für Unterstützung gesorgt und die Sorgen, dass ein Call nicht wie erwartet hereinkommt, gemindert. Meyer weiter: "Sowohl der Automobilhersteller Volvo als auch der Hotelbetreiber Accor haben Ihre Bonds zum ersten Kündigungszeitpunkt vom Markt genommen." Dies betrifft folgende Papiere: Volvo 4,2% Call am 10.06.2020 – ISIN: XS1150673892 sowie Accor S.A. 4.125% am 30.06.2020 mit der ISIN  FR0012005924.

Kursverlauf der gekündigten Accor-Anleihe

Quelle: Bloomberg

Dies seien nicht nur positive Signale dieser einzelnen Emittenten, sondern sendeten auch Signalwirkung an den Markt und übten Zugzwang auf andere Emittenten aus, weiß Meyer.

RBS entert den Hybridmarkt für Financials
Mit der Royal Bank of Scotland hat das erste Finanzinstitut den Hybridmarkt erstmals seit Ausbruch der Marktunruhen erfolgreich mit einer Tier-2 Emission über eine Milliarde Pfund  angezapft. Weitere Unternehmen dürften in den Startlöchern stehen, vermutet Meyer, was auch Kündigungswahrscheinlichkeiten bei CoCos am kurzen Ende stütze. (kb)

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