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Deka-Investment-Chef Keitel setzt auf ein starkes zweites Halbjahr

In der zweiten Jahreshälfte dürfte es an den Aktienmärkten besser laufen, sagt Deka-Geschäftsführer Stefan Keitel. Er rechnet vor allem bei Aktien mit hoher Dividendenrendite mit steigenden Kursen.

Deka-Geschäftsführer Stefan Keitel
Deka-Geschäftsführer Stefan Keitel
© Deka

Stefan Keitel, Chef von Deka Investment, ist sich sicher: Für Investoren wird die zweite Hälfte dieses Jahres an den Aktienmärkten besser als die erste Hälfte. "Im zweiten Halbjahr sollte das Potenzial für Kurssteigerungen wieder größer sein", erklärt er im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Der Stratege geht davon aus, dass der Dax Ende Dezember 2019 fünf bis zehn Prozent höher steht als heute. "Wir rechnen nur mit einer Konjunkturdelle, nicht mit einer Rezession. Ich sage eine Renaissance der Dividendenpapiere voraus."

Der Anlageexperte erwartet von den Notenbanken in den kommenden Monaten keine größeren Störfeuer für die Märkte. "Die Zinsängste sind weitgehend verschwunden", sagt er. "Wir rechnen mit weiter anhaltenden Niedrigzinsen." Drei Prozent Dividendenrendite sind in diesem Umfeld viel. Aus diesem Grund, und wegen der jahrelangen Underperformance von Substanzaktien gegenüber Technologiewerten, prophezeit Keitel ausschüttungsstarken Titeln ein Comeback.

Bescheidenheit ist ist angebracht
Generell sollten sich Investoren in den kommenden Jahren mit niedrigeren Erträgen zufriedengeben, wenn sie keine deutlich höheren Risiken eingehen wollen, sagt Keitel. "Bei einem konservativ ausgerichteten Multi-Asset-Portfolio kann der Anleger nicht mehr wie früher drei bis vier Prozent, sondern netto nur noch ein bis zwei Prozent erwarten." Aktives Management ist in diesem Umfeld wichtiger denn je, ist der Investmentprofi überzeugt.

Im Strategie-Musterportfolio von Deka Investment haben Aktien momentan ein Gewicht von 40 Prozent, bei einer Bandbreite von 20 bis 60 Prozent. Ein Viertel des Portfolios besteht aus Staatsanleihen entwickelter Länder, ein weiteres Viertel aus anderen Zinspapieren.

"Zehn Prozent gehen als Manövriermasse für antizyklische Kaufgelegenheiten in die Liquidität", so Keitel. Auf der Aktienseite findet er asiatische Schwellenländer sowie Japan interessant. Europa und die USA haben die Deka-Experten derzeit ungefähr gleich gewichtet. (fp)

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