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Deka: Gewinnverdoppelung, aber Milliarden-Mandatsverlust

Die DekaBank hat den Gewinn im ersten Halbjahr verdoppelt. Allerdings verhagelte der Verlust eines milliardenschweren Einzelmandats die Bilanz bei den Netto-Zuflüssen.

Georg Stocker
Deka-Vorstandschef Georg Stocker
© Deka

Das wirtschaftliche Ergebnis verbesserte sich auf 343 Millionen Euro, verglichen mit knapp 163 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Fondsanbieter der deutschen Sparkassen am Donnerstag mitteilte. Die Kennzahl bezeichnet den Gewinn vor Steuern, der jedoch in einigen Punkten von IFRS-Standards abweicht. “Immer mehr Sparerinnen und Sparer in Deutschland entdecken im anhaltenden Niedrigzinsumfeld die Wertpapieranlage für sich”, erklärte Vorstandschef Georg Stocker anlässlich der Bilanzvorlage, wie Bloomberg News berichtet.

Rückläufige Nettozuflüsse wegen Mandatsverlust
Die Nettozuflüsse der gesamten Deka-Gruppe blieben in den ersten sechs Monaten jedoch mit 13,6 Milliarden Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 14,5 Milliarden Euro zurück.  Schuld daran war das institutionelle Geschäft, in dem ein Einzelmandat in hoher einstelliger Milliardenhöhe verloren ging. Dadurch belief sich das Geschäft in dieser Kundengruppe nur auf netto 2,5 Milliarden Euro, verglichen mit rund 7,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Bei dem Mandat handelte es sich laut einem Bericht der Börsen-Zeitung um Wertpapier-Spezialfonds der Versicherung Provinzial Nordwest, die im Zuge einer Fusion mit ihren Assets zur Helaba wechselt.

Einen kräftigen Nachfrageschub gab es derweil durch Privatkunden. Hier lag der Nettozufluss mit elf Milliarden um 60 Prozent über dem Vorjahreswert. Hauptabsatzträger waren dabei  Aktienfonds (3,6 Milliarden Euro), Immobilienfonds (1,5 Milliarden Euro) und Zertifikate (3,4 Milliarden Euro).

Auch Union Investment, der zentrale Fondsanbieter der genossenschaftlichen Banken, hatte rege Anlagetätigkeit seiner Kunden im ersten Halbjahr berichtet. Dem Unternehmen flossen über alle Kundengruppen hinweg netto 24,4 Milliarden Euro zu - mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. 

Fusionsidee DekaBank - Helaba kommt nicht recht vom Fleck
Die DekaBank könnte nach Vorstellung von Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis perspektivisch mit der Helaba zusammengehen und so den Kern eines möglichen Zentralinstituts im öffentlich-rechtlichen Bankensektor bilden. Verhandlungen dazu liegen wegen der Pandemie auf Eis. Unter einigen Deka-Eigentümern gibt es aber Widerstand. So sagte des Chef der Ostdeutschen Sparkassenverbands, Michael Ermrich, die DekaBank solle lieber eigenständig bleiben.

Wirtschaftliches Ergebnis der Deka hinaufrevidiert
Deka-Chef Stocker bezeichnete sein Haus am Donnerstag als kerngesund: “Die Zahlen belegen, dass unser Geschäftsmodell für die Herausforderungen der nächsten Jahre bestens gewappnet ist”. Für 2021 stellte er ein wirtschaftliches Ergebnis in Aussicht, das zwischen 20  bis 40 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von rund 400 Millionen Euro liegt. Ende März hatte das Haus ein Ergebnis lediglich auf demselben Niveau erwartet. (kb)

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