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Das war die Blackrock-Winterkonferenz 2017 + Fotogalerie

Anlässlich der Winterkonferenz von Blackrock präsentierte Chief Investment Strategist Dr. Martin Lück seinen Ausblick auf das kommende Jahr. Anleger sollten seiner Ansicht investiert bleiben, aber einige Risiken genau im Auge behalten.

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Dr. Martin Lück, Chief Investment Strategist für Deutschland, Schweiz, Östereich und CEE: "2018 wird ein positives Anlagejahr. Es wird wahrscheinlich ein paar Vola-Anstieg geben, diese werden aber nicht sehr dramatisch werden. Ende des Jahres sollten die Märkte höher stehen."

Hinweis: Die interessantesten Grafiken der von Lück gehaltenen Präsentation finden Sie nachfolgend: ->
© Marlene Fröhlich / FONDS professionell

„2018 wird ein gutes Jahr für Investoren“, erklärte Blackrocks Dr. Martin Lück, Chief Investment Strategist für Deutschland, Schweiz, Österreich & CEE am Beginn seines Marktausblicks, den er auf der Blackrock-Winterkonferenz in Wien präsentierte. Seiner Ansicht nach werden die wichtigsten Marktthemen des laufenden Jahres auch das anstehende Anlagejahr bestimmen – zumindest jedoch die ersten Monate 2018.

Wer aller bei der Winterkonferenz von Blackrock teilnahm, können Sie einer exklusiven Fotogalerie entnehmen.

Vieles spricht für steigende Aktienkurse
Lück nannte in diesem Zusammenhang das derzeitige, „kontinuierliche und synchrone Wachstum“ in nahezu allen Weltregionen bzw. Ländern. Er erwartet jedoch, dass es zukünftig weniger positive Überraschungen beim Wirtschaftswachstum gäbe. Dabei werde sich die Reflationierung fortsetzen. „Das Marktumfeld bleibt weiterhin konstruktiv“, betonte Lück. Das im Vergleich zu früheren Konjunkturzyklen niedrigere Wachstum führt laut Lück zu anhaltend strukturell niedrigen Zinsen – selbst wenn die Zentralbanken ein paar Zinserhöhungen machen sollten.

Strukturelle niedrige Zinsen haben starke Auswertungen auf die Märkte: Denn wenn die Zinsen niedrig sind und auch bleiben, sind Aktien im Vergleich zu Renten nicht überbewertet und haben daher noch weiteres Kurssteigerungspotenzial.

Die derzeit sehr niedrige Marktvolatilität sei ein Ergebnis von steigenden BIP-Zahlen, niedrigen Zinsen und relativ fair bewerteten Aktien. Aber auch wenn sich immer mehr Marktteilnehmer an dieses freundliche Umfeld gewöhnen würden, sollten Investoren laut Lück keinesfalls die bestehenden Risiken ausblenden.

Einige Risiken drohen
Blackrocks Chief Investment Strategist führt als mögliches Risiko beispielsweise die Politik an, wobei derzeit insbesondere Nordkorea und die möglichen Folgen einer Fehlreaktion von Donald Trump Sorgen bereiten. Aber auch der Nahe Osten könnte seinem Ruf als „Pulverfass“ wieder einmal bestätigen, falls sich Saudi-Arabien und der Iran bekriegen sollten. Aber auch in Deutschland herrsche derzeit nicht eitel Freude und Sonnenschein, wenn man sich die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung vor Augen führt. Laut Lück verfüge Deutschland frühestens zu Ostern wieder über einer neue Regierung.

Weitere Risikoquellen sind die Geldpolitik, insbesondere zu starke Zinserhöhungen, aber auch die Fiskalpolitik: Denn die Eurokrise könnte jederzeit zurückkommen, vor allem wenn es kommendes Jahr in Italien ein unvorteilhaftes Wahlergebnis gäbe. Aber auch Fehler in der europäischen Strukturpolitik könnten mittel- bis langfristig für eine steigende Risikoversion bei Investoren sorgen.

Inflation kein Problem
Blackrock und damit auch Lück erwarten auf Basis hauseigener Prognosemodelle für 2018 ein etwas höheres BIP-Wachstum als der Marktkonsens derzeit suggeriert. Trotzdem werde die Inflation weiterhin unter Kontrolle bleiben, allfällige Schätzungen seitens der EZB werden sich wie in den vergangenen Jahren auch zukünftig als zu hoch erweisen (siehe die Grafik oben in der Bilderstrecke).

Unternehmen liefern endlich
Aber nicht bei der Inflation gibt es Erwartungen, auch bei den Unternehmensgewinnen. Diesbezüglich hat Lück gute Nachrichten für Aktionäre: Im Gegensatz zu den Vorjahren sollten die europäischen Unternehmen die Gewinnerwartungen der Analysten nicht enttäuschen, sondern wirklich „liefern“. Das spricht für europäische Aktien. Ein Blick auf die „Gewinnsensitivität“ (Beta) in Bezug auf Veränderungen des Weltwirtschaftswachstums lässt aber nicht nur europäische, sondern insbesondere japanische Aktien besonders aussichtsreich erscheinen (siehe Grafik oben).

Wie entwickelt sich der US-Dollar?
Neben einer Analyse der Zinskurven und des Ölpreises ging Lück in seiner Präsentation auch auf das Währungspaar Euro vs US-Dollar ein. Die zukünftige Entwicklung des Greenbacks hänge Lück zu Folge vom Erfolg oder Nicht-Erfolg von Trumps Steuerreform ab. Wenn die Steuerreform nicht umgesetzt werde, würde der Euro per Ende 2018 Ende gegenüber dem US-Dollar zu 1,25 gehandelt werden. Reüssiert Trump, stünde der US-Dollar wohl bei 1,10. (aa)

 

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