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Das war der September 2018 für Staatsanleihen

Vor dem Hintergrund mehrerer wichtiger Notenbankentscheidungen wurden die Staatsanleihemärkte im September von einer Verkaufswelle erfasst. Von den 18 von Tradeweb monatlich beobachteten Benchmarkanleihen verzeichneten 15 einen Anstieg, 13 davon sogar im zweistelligen Basispunkte-Bereich.

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© styleuneed / Fotolia

Die US-Notenbank setzte die Normalisierung ihrer Geldpolitik fort, indem sie den Zielkorridor für die Federal Funds Rate auf 2,0 bis 2,25 Prozent anhob. Die zehnjährigen Renditen der US-Treasuries und der kanadischen Staatsanleihe beendeten den Berichtsmonat jeweils 20 Basispunkte höher bei 3,06 Prozent beziehunsgweise 2,43 Prozent. Die Bank of Canada verzichtete am 5. September auf eine Leitzinserhöhung, nachdem sie bei der vorangegangenen Sitzung eine Anhebung um 25 Basispunkte vorgenommen hatte.

Renditesteigerungen dies- und jenseits des Großen Teichs
Auch die Europäische Zentralbank beließ den Leitzins unverändert (bei 0 Prozent) und bekräftigte ihre Pläne, das Zinsniveau noch bis zum Sommer 2019 niedrig zu belassen. Sie gab jedoch ihre Absicht bekannt, ihre Wertpapierkäufe schrittweise zu reduzieren und voraussichtlich im Dezember vollständig einzustellen. Die zehnjährigen Renditen der österreichischen, belgischen, französischen und irischen Staatsanleihen legten jeweils im zweistelligen Basispunkte-Bereich zu, während die der deutschen Bundesanleihe um knapp 15 Basispunkte stieg und den September bei 0,48 Prozent beendete.

Schwache Kurse auch in Britannien
Vor dem Hintergrund der laufenden Brexit-Verhandlungen beließ auch die Bank of England ihren Leitzins unverändert (bei 0,75 Prozent), nachdem sie ihn im August um 25 Basispunkte angehoben hatte. Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihen (Gilts) stieg um fast 15 Basispunkte und beendete den Berichtsmonat bei 1,58 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen schwedischen Staatsanleihe legte um knapp 14 Basispunkte zu und lag Ende September bei 0,63 Prozent. Wie die EZB und die BOE beließ auch die Riksbank den Leitzins unverändert – dieser liegt jetzt schon seit Anfang 2016 bei -0,5 Prozent – deutete jedoch an, dass sie den Reposatz im Dezember oder Februar anheben könnte.

Größter Renditeanstieg in Finnland
Die Rendite der zehnjährigen finnischen Staatsanleihe verzeichnete mit einem Plus von 27 Basispunkten insgesamt den größten Anstieg und beendete den Berichtsmonat bei 0,73 Prozent. Die Ratingagentur S&P behielt ihr Länderrating von AA+ bei und führte als Begründung die stabilen Wirtschaftsaussichten an.

Rückläufige Renditen in Portugal, Griechenland und Italien - im September 
Im Gegensatz dazu ging die Rendite der zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihe um fast 4 Basispunkte auf 1,88 Prozent zurück. Die Renditen der zehnjährigen italienischen und griechischen Staatsanleihen gaben sogar noch stärker nach (um 9 beziehungsweise 22  Basispunkte) und beendeten den September bei 3,14 Prozent respektive 4,15 Prozent. Die neu gebildete italienische Regierung führte im September angespannte Verhandlungen über ihre Haushaltspläne mit der EU-Kommission. Die Aktivität bei italienischen Staatsanleihen auf Tradeweb verzeichnete am letzten Handelstag des Monats einen Anstieg und erreichte ein Gesamttransaktionsvolumen von ungefähr 5,5 Milliarden Euro.

Asien-Pazifik-Region
Hier beließ die australische Notenbank ihren Leitzins den 25. Monat in Folge auf einem Allzeittief von 1,50 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe zog im Monatsverlauf um 19 Basispunkte an und lag Ende September bei 2,67 Prozent. In Japan stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe im September auf 0,12 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Januar 2016. (kb)

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