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Das war der Monat März bei Staatsanleihen 2020 in der Corona-Krise

Aufgrund hoher Volatilität und der Marktverwerfungen infolge der Corona-Pandemie erlebten globale Staatsanleihen heftige Kursverluste, während die Renditen größtenteils im zweistelligen Basispunkte-Bereich zulegten. Lediglich drei Märkte blieben vom Ausverkauf unberührt: die USA, Kanada und UK.

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© styleuneed / Fotolia

Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury fiel um fast 43 Basispunkte und schloss den Berichtsmonat bei 0,70 Prozent, nachdem sie am 9. März einen Tiefstand von 0,50 Prozent  und am 18. März ein Hoch von 1,25 Prozent erreicht hatte. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten im Zuge der Pandemie senkte die US-Notenbank die Zielbandbreite für die Federal Funds Rate deutlich auf 0,0 bis 0,25 Prozent und weitete die Kreditvergabe aus, um Liquiditäts- und Finanzierungsengpässe am Markt zu verhindern. Zudem verabschiedete der US-Kongress ein Konjunkturpaket in Höhe von rund zwei Billionen US-Dollar.

Auch in Kanada und Großbritannien gaben die Staatsanleiherenditen nach
Die Bank of Canada senkte ihren Leitzins auf 0,25 Prozent, während die Regierung des Landes ein Konjunkturprogramm auflegte. Die Rendite der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe lag zum Monatsende 44,5 Basispunkte tiefer bei 0,69 Prozent. Derweil verringerte sich die Rendite der zehnjährigen britischen Gilt um sieben Basispunkte und beendete den Monat bei 0,36 Prozent. Der geldpolitische Ausschuss der Bank of England hatte auf einer Sondersitzung am 19. März beschlossen, den Leitzins auf 0,1 Prozent zu senken und den Bestand an britischen Staats- und Unternehmensanleihen um 200 Milliarden Pfund aufzustocken.

Renditeanstieg bei Portugiesen und Italienern am deutlichsten
In der Eurozone war der größte Anstieg bei den Renditen der zehnjährigen portugiesischen und italienischen Staatsanleihen zu verzeichnen, die im Verlauf des Monats um 52 respektive  42 Basispunkte auf 0,82 Prozent beziehungsweise 1,53 Prozent stiegen. Ihr griechisches Pendant legte um 34 Basispunkte zu, um den Berichtsmonat nach einem Höchststand von 3,78 Prozent am 18. März bei 1,63 Prozent abzuschließen. Als Reaktion auf die Corona-Krise rief die Europäische Zentralbank ein 750 Milliarden Euro schweres, bis Ende 2020 laufendes Pandemie-Notfallkaufprogramm ins Leben, bei dem auch von der griechischen Regierung begebene Wertpapiere zum Ankauf zugelassen sind.

Deutsche Industrieproduktion fällt 15 Mal hintereinander
In Deutschland legte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um 14 Basispunkte zu und beendete den Berichtsmonat bei -0,47 Prozent. Der GfK-Konsumklimaindex liegt für April 2020 bei 2,7 Punkten, dem niedrigsten Wert seit Mai 2009 und 5,6 Punkte tiefer als im Vormonat. Darüber hinaus wurde der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Forschungsinstituts IHS Markit für das verarbeitende Gewerbe im März auf 45,4 Punkte korrigiert, nachdem eine anfängliche Schätzung noch von 45,7 Punkten ausgegangen war. Somit ist die deutsche Industrieproduktion zum 15. Monat in Folge zurückgegangen.

Asien-Pazifik
In der Asien-Pazifik-Region stieg die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe um 17 Basispunkte und beendete den Monat bei 0,01 Prozent. Die Bank of Japan kündigte an, ihre Geldpolitik weiter zu lockern, um eine reibungslose Finanzierung der Unternehmen zu gewährleisten und die Finanzmärkte zu stabilisieren. Indessen hat die australische Notenbank verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft ergriffen, darunter eine Leitzinssenkung auf 0,25 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe zog im Monatsverlauf um fast vier Basispunkte an und lag am 31. März bei 0,75 Prozent. (kb)

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