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Das war der Monat Juni 2018 für Staatsanleihen

Vor dem Hintergrund wichtiger wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen sowie mehrerer Zentralbankentscheidungen verzeichneten die globalen Staatsanleihenmärkte auch im Juni eine hohe Volatilität, wenngleich diese nicht ganz so dramatisch ausfiel wie im Mai. Hier ist Tradewebs Bericht.

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© styleuneed / Fotolia

Die größte Veränderung gab es bei der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe, deren Rendite im Berichtsmonat um 61 Basispunkte auf 3,93 Prozent fiel. In den letzten drei Jahren verzeichnete die Anleihe erhebliche Renditeausschläge – mit einem Tief von 3,63 Prozent im Januar 2018 und einem Hoch von 18,74 Prozent im Juli 2015. Griechenland verpflichtete sich gegenüber den anderen Regierungen der Eurozone, bis in die 2060er Jahre einen primären Haushaltsüberschuss beizubehalten. Im Gegenzug wurde die Laufzeit von Hilfskrediten im Volumen von 100 Milliarden Euro verlängert. 

Renditerückgänge bei Spaniern, Portugiesen und Italienern
Indessen gingen die Renditen der zehnjährigen spanischen und italienischen Staatsanleihen um mehr als 17 Basispunkte auf 1,32 Prozent bzw. 2,68 Prozent zurück. Die Rendite der zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihe vollzog eine ähnliche Entwicklung und fiel um 19 Basispunkte auf 1,78 Prozent. In der zweiten Junihälfte gab die portugiesische Regierung bekannt, dass das Haushaltsdefizit dieses Jahr mit 0,9 Prozent des BIP leicht über dem Zielwert von 0,7 Prozent liegen wird.

In Deutschland ging die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe um zwei Basispunkte auf 0,30 Prozent zurück. Das Statistische Bundesamt rechnete für Juni mit einem leichten Rückgang der Verbraucherpreisinflation auf 2,1 Prozent, nachdem diese im Mai ein 15-Monatshoch von 2,2 Prozent erreicht hatte. Angesichts der niedrigen Arbeitslosenquote gab die Bundesregierung eine vierprozentige Erhöhung des Mindestlohns für nächstes Jahr bekannt.

Halbierte EZB-Ankäufe ab Oktober
Auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 14. Juni beschrieb die EZB ihre Pläne, die monatlichen Wertpapierkäufe ab Oktober, ausgehend von ihrem aktuellen Niveau von 30 Milliarden Euro, zu halbieren. Gleichzeitig versicherte sie jedoch, dass sie noch mindestens bis Ende des nächsten Sommers den Leitzins bei 0 Prozent und den Einlagensatz bei -0,4 Prozent belassen wird. 

BoE lässt Leitzins mit Zweidrittelmehrheit unverändert
Die Bank of England stimmte auf ihrer geldpolitischen Sitzung mit sechs zu drei Stimmen für eine Beibehaltung des Leitzinses bei 0,5 Prozent. Im geldpolitischen Ausschuss schloss sich Chefvolkswirt Andy Haldane seinen als „Falken“ geltenden Kollegen Michael Saunders und Ian McCafferty an, indem er eine Leitzinsanhebung auf 0,75 Prozent forderte. Die Rendite der zehnjährigen Gilt stieg um fast sechs Basispunkte und beendete den Berichtsmonat bei 1,28 Prozent.

USA setzen Normalisierung des Leitzinses fort
In den USA ging die Rendite der zehnjährigen US-Treasury im Monatsverlauf um drei Basispunkte auf 2,85 Prozent zurück. Die Federal Reserve hob den Leitzins auf eine Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent an und signalisierte weitere Zinserhöhungen bis zum Jahresende.

Nichts Neues in Nippon
Dagegen beließ die Bank of Japan ihren Leitzins bei -0,1 Prozent und ihr Zinsziel für die zehnjährige Staatsanleihe bei etwa 0 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe lag am 29. Juni bei 0,03 Prozent, einen halben Basispunkt tiefer als zum Ende des Vormonats. (kb)

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