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Das war der Monat August 2017 bei Staatsanleihen

Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten und anhaltender Spekulationen um den Kurs der großen Zentralbanken gingen die zehnjährigen Renditen bei den meisten Benchmark-Staatsanleihen im August zurück, schreibt Tradeweb.

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So verzeichneten 17 der 18 der von Tradeweb im Berichtsmonat analysierten regionalen Märkte Renditerückgänge, davon 12 im zweistelligen Bereich. Besonders stark fiel der Rückgang bei der zehnjährigen kanadischen Staatsanleihe aus, deren Rendite im Berichtsmonat um 21 Basispunkte auf 1,85 Prozent nachgab. Gleichzeitig gewann der kanadische Dollar seit Jahresbeginn – vor dem Hintergrund starker Wirtschaftsdaten und steigender Ölpreise – ungefähr 7 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar.

Auch in Großbritannien, Deutschland und den USA gingen die Renditen in einem von geopolitischen Spannungen geprägten Monat zurück. Die Rendite der zehnjährigen britischen Staatsanleihe gab um fast 20 Basispunkte nach und beendete den Monat bei 1,03 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe ging um 18 Basispunkte auf 0,36 Prozent zurück, während die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries um 17 Basispunkte auf 2,12 Prozent fiel. Die Marktteilnehmer haben die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank genau im Auge behalten, um nach Signalen für mögliche Leitzinserhöhungen zu suchen.

Weniger deutliche Renditerückgänge in den Olivenstaaten und eine Ausnahme: Hellas

Weniger dramatische Bewegungen waren bei den zehnjährigen Renditen der italienischen, spanischen und portugiesischen Staatsanleihen zu beobachten, die in engen Handelsspannen verharrten und bis Ende August um sechs, fünf und vier Basispunkte auf 2,04 Prozent, 1,45 Prozent bzw. 2,82 Prozent zurückgingen. Der portugiesische Markt für Staatsanleihen entwickelte sich ruhig, nachdem die Renditen im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Basispunkte gefallen waren und damit den stärksten Rückgang in ganz Europa verzeichnet hatten. Nur Griechenland entwickelte sich gegen den Trend: Die Kurse seiner zehnjährigen Staatsanleihe brachen massiv ein, während die Rendite im Monatsverlauf um 14 Basispunkte auf 5,47 Prozent nach oben schnellte.

In Japan ging die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe um sieben Basispunkte zurück und beendete den Monat bei 0 Prozent. Die zehnjährige japanische Staatsanleihe verzeichnete im August von allen Märkten die geringste Handelsspanne, die zwischen 0 und 0,07Prozent lag. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im zweiten Quartal 2017 annualisiert auf 4 Prozent und übertraf die Markterwartungen, die von einem Wachstum von 2,5 Prozent ausgegangen waren. Es war der sechste BIP-Anstieg in Folge. (kb)

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