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Das war der Monat April 2021 bei Staatsanleihen

Vor dem Hintergrund vieler Notenbankentscheidungen und der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten kehrte im April die Volatilität an die Märkte für Staatsanleihen zurück. Die Renditen im zehnjährigen Laufzeitsegment legten insgesamt zu, wobei einige Titel wieder positives Terrain erreichten.

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© styleuneed / Fotolia

Die größte Veränderung war bei der zehnjährigen portugiesischen Staatsanleihe zu verzeichnen, deren Rendite um fast 27 Basispunkte zulegte und den Monat bei 0,49 Prozent beendete, schreibt die Handelsplattform Tradeweb in ihrem Monatsreport. Dies war das höchste Niveau seit Juni 2020. Die Rendite der belgischen Staatsanleihe folgte dicht darauf mit einem Anstieg um 26 Basispunkte und schloss den Berichtsmonat bei 0,14 Prozent, d. h. erstmals seit Juni 2020 wieder in positivem Terrain. Die Renditen der zehnjährigen französischen und finnischen Staatsanleihen beendeten den Monat mit 0,07 Prozent bzw. 0,01 Prozent ebenfalls im positiven Bereich.

Zehnjährige Deutsche und Niederländer bleiben in negativem Terrain
Dagegen rentierten zehnjährige deutsche und niederländische Staatsanleihen zum Monatsende mit -0,20 Prozent bzw. -0,05 Prozent weiter negativ. Die Europäische Zentralbank beließ den Leitzins unverändert und gab bekannt, dass sie ihre Nettowertpapierkäufe im Rahmen des Notfall-Anleihekaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) im Gesamtvolumen von 1,85 Billionen Euro noch mindestens bis Ende März 2022 fortsetzen wird und in jedem Fall so lange, bis die Pandemie vorüber ist.

Eilantrag gegen den europäischen Corona-Wiederaufbaufonds abgewiesen
Am 21. April wies das Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen den europäischen Corona-Wiederaufbaufonds ab. Das auch unter dem Namen „Next Generation EU“ (NGEU) bekannte Instrument soll die Europäische Kommission ermächtigen, im Namen der EU an den Kapitalmärkten Mittel in Höhe von bis zu 750 Milliarden Euro zu Preisen von 2018 aufzunehmen. Fünf Tage später gab der italienische Ministerpräsident Mario Draghi sein Konjunkturprogramm bekannt, mit dem er die Wirtschaft des Landes ankurbeln will, die im vergangenen Jahr um 8,9 Prozent geschrumpft ist – so stark wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Die Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe stieg um 20 Basispunkte und beendete den Monat bei 0,87 Prozent.

US-Treasuries zum ersten Mal in 2021 mit einem Renditerückgang
Indessen fiel die Rendite der zehnjährigen US-Treasury um 11,5 Basispunkte auf 1,63 Prozent, ihr erster monatlicher Rückgang in diesem Jahr. Auf ihrer Sitzung vom 28. April gab die US-Notenbank Fed bekannt, dass sie ihre lockere Geldpolitik noch so lange beibehalten will, bis ihre Ziele einer Vollbeschäftigung und einer langfristigen Inflationsrate von 2 Prozent erreicht sind. Die Notenbank beließ die Federal Funds Rate bei 0-0,25 Prozent und ihre monatlichen Anleihekäufe bei 120 Milliarden US-Dollar.

Australien und Japan
Die australische Notenbank beließ ebenfalls den Leitzins unverändert auf einem Rekordtief von 0,1 Prozent. Der vom Westpac-Melbourne Institute erhobene Konsumklimaindex stieg im April um 6,2 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit August 2010. Die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe beendete den Monat 10 Basispunkte tiefer bei 1,70 Prozent, während ihr japanisches Pendant um weniger als 0,09 Prozent zurückging, entsprechend dem von der japanischen Notenbank festgelegten Zielwert von rund 0 Prozent. Die Notenbank beließ auf ihrer jüngsten Sitzung ihre kurzfristigen Zinsen bei -0,1 Prozent, während das Verbrauchervertrauen im April auf 34,7 Punkte sank, was einem Rückgang um 1,4 Punkte gegenüber dem Vormonat entsprach. (kb)

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