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Das war der Kathrein Institutional Investment Impuls 2026

Der diesjährige "Kathrein Institutional Investment Impuls" erfreute sich regen Investorenzuspruchs und verschaffte den Besuchern hochkarätige Market-Updates bei den Anlagesegmenten Aktien und Edelmetalle.

Ed Clissold, Chief U.S. Strategist von Ned Davies Research, war einer der Vortragenden auf der Investorenkonferenz "Kathrein Institutional Investment Impuls 2026" der Kathrein Bank in Wien. 
Ed Clissold, Chief U.S. Strategist von Ned Davies Research, war einer der Vortragenden auf der Investorenkonferenz "Kathrein Institutional Investment Impuls 2026" der Kathrein Bank in Wien. © Kathrein

Eckpunkte:

  • Der US-Aktienmarkt ist teuer, die KI-Story bleibt intakt
  • Im Laufe des Jahres könnte der Aktienmarkt korrigieren
  • Gold erfüllt fast immer seine Funktion als Safe Haven

Die jährliche Frühjahrsveranstaltung für institutionelle Investoren – der Kathrein Investment Impuls – fand dieses Jahr am 22. April erneut im Palais Kinsky in Wien statt. Im historischen Ambiente wurden die Themen besprochen, die derzeit die Investoren bewegen. Stefan Neubauer, CEO der Kathrein Privatbank, stellte Eingangs die Frage: „Sind die Investments in Künstliche Intelligenz als Blase zu sehen?“ Immerhin erreichen die Investitionen der größten Technologieunternehmen in KI erreichen mittlerweile über eine Billion US-Dollar.

Mit der Dotcom-Blase aus dem Jahren 1999/2000 ist laut Neubauer die Entwicklung dennoch nur bedingt vergleichbar, da KI bereits von fast allen Unternehmen genutzt wird und potenziell die größte Transformation in der Menschheitsgeschichte darstellt. Welche Unternehmen davon am meisten profitieren werden, ist aber noch nicht entschieden.

Laut Daten von Ned Davies Research, sind die Billionenschweren Investments der „Hyperscaler“ durch hohe, generierte Cash Flows untermauert – im Gegensatz zur Dotcom-Blase zum Millenium, als die Investitionen vielfach über Aktienemissionen und Kredite finanziert wurden. Kurz gesagt: Corporate America kann es sich größtenteils leisten, in KI-Infrastruktur zu investieren.

NDR: Noch ein „Breadth Trust Signal“ wäre optimal
„Die Aktienmärkte in den USA und weltweit zeigen Anzeichen einer Erholung nach dem Schock des Kriegsausbruchs im Nahen Osten, allerdings fehlen typische technische Bestätigungen für eine nachhaltige Trendwende“, erläutert Ed Clissold, Chief U.S. Strategist bei Ned Davies Research. So monierte Clissold, dass nach der Kurskorrektur im März aufgrund des Iran-Kriegs im Rahmen der Kurserholung bis Mitte April aus technischer Sicht nur ein einziges „Breadth Trust Signal“ zu beobachten war. Idealerweise sollten ein oder auch zwei mehr dieser marktbreitebestätigenden Signale auftreten, um ein starkes und verlässliches Bullensignal zu liefern.

Positiv stimmen Clissold die Gewinnmargen-Ausweitungen von Corporate America, die durch KI neuen Rückenwind bekommen könnten. Negativ sieht Clissold, dass der S&P 500 bereits hoch bewertet sei. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren im restlichen Anlagejahr auf der Hut sein. „Das Wirtschaftswachstum und die Unternehmensgewinne könnten positiv bleiben, allerdings sei im zweiten Halbjahr durch höhere Ölpreise, eine geringere als erwartete Anzahl an Zinssenkungen und Unsicherheiten im Vorfeld der US-Zwischenwahlen ein gewisser Gegenwind zu erwarten.“

Gold glänzt wieder
Aaron Alber, Senior Analyst bei Raiffeisen Research, hob die wesentlichen Einflussfaktoren für die Entwicklung des Goldpreises hervor: „Gold wird maßgeblich von konjunkturellen Entwicklungen, geldpolitischen Entscheidungen, Zentralbankkäufen, geopolitischen Spannungen sowie der Entwicklung des US-Dollars beeinflusst.“ Er fügte hinzu: „Wir bleiben auf Jahressicht und darüber hinaus optimistisch für Gold, da diese Faktoren weiterhin unterstützend wirken können. Insbesondere könnten Zentralbanken weiterhin Gold kaufen, um ihre Abhängigkeit von US-Staatsanleihen zu reduzieren.“ Die Experten von Raiffeisen sehen Gold als potenziellen Schutz in einem Umfeld, das durch Unsicherheiten und geopolitische Risiken geprägt ist.

Rege Diskussionen
Die fachlich hochstehenden Vorträge sorgen für interessante Diskussionen, die beim gemeinsamen Lunch weitergeführt wurden. Herwig Wolf, Leiter Institutional Business bei Kathrein, moderierte souverän und zog ein positives Fazit: „Der persönliche Austausch schafft echte Mehrwerte und inspiriert zu neuen Ideen.“ (aa)

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