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Das sind die "Outrageous Predictions" der Saxo Bank für 2020

"Schwachsinn! Das wird niemals passieren", meinen die einen. "Und falls doch?", fragen sich die anderen. Bei solch unterschiedlichen Reaktionen kann es sich eigentlich nur um eines handeln: Die alljährlichen "Outrageous Predictions" der Saxo Bank.

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Schweden auf der schiefen Bahn
Ein massiver, von Pragmatik geprägter Stimmungswandel ist in Schweden zu verspüren: Es gilt, die Einwanderer besser zu integrieren und die überdehnten Sozialleistungen zu reformieren. Dies geht einher mit enormen fiskalischen Anreizen und einem steilen Wertanstieg der Schwedischen Krone.

Wie in der schwedischen Politik so oft geschehen, etwa als man Anfang der 1990er-Jahre die progressive Besteuerung zu weit getrieben hatte und die Wirtschaft zusammenbrechen ließ, hat man zuletzt bei der Einwanderung politische Korrektheit so großzügig ausgelegt, dass es sich als politisch inkorrekt, nämlich falsch erwiesen hat.

Man ignorierte die große, wachsende Zahl an Schweden, die diese Politik infrage stellen und sich aus der Debatte ausgeschlossen fühlen. Eine parlamentarische Demokratie sollte allen Gruppen einer bestimmten Größe eine Stimme geben. Die schwedischen Volksparteien jedoch kamen überein, die Stimmen derjenigen zu ignorieren, die der Einwanderung skeptisch gegenüber stehen und inzwischen mehr als 25 Prozent der schwedischen Wähler ausmachen.

Die Begründung und die Absichten waren durchaus nobel: Offenheit und Gleichheit für alle, Fortbestand des offenen schwedischen Wirtschaftsmodells. Aber auch zu viel des Guten ist zu viel; und jedes Modell muss an die Realität angepasst werden können, wenn die Umstände sich ändern. Wenn man in den übrigen skandinavischen Ländern nun von "schwedischen Bedingungen" spricht, dann nicht mehr als Vorbild, sondern als Bedrohung. Schweden ist mittlerweile in die Rezession geraten und reagiert mit seiner kleinen offenen Wirtschaft äußerst empfindlich auf die globale Konjunkturschwäche. Dieses Gefühl einer gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Krise verlangt nach einem Wandel.
© Jonathan Stutz / stock.adobe.com

Seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt veröffentlicht die dänische Saxo Bank ihre "Outrageous Predictions". Auch die diesjährige Liste ist mal wieder schaurig-schön. Sie soll einmal mehr alle Investoren ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen.

"In diesem Jahr beschäftigen sich die 'Outrageous Predictions' alle mit dem Thema Disruption, da unser aktuelles Paradigma schlicht und ergreifend sein Ende erreicht hat", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank. "2020 könnte das Pendel in politischen ebenso wie in geld-, fiskal- und umweltpolitischen Fragen massiv in die Gegenrichtung ausschlagen. In der Politik bedeutete eine solche Entwicklung ein abruptes Ende des Populismus, an dessen Stelle Bemühungen träten, die Gesellschaft nicht weiter zu spalten, sondern zu heilen. In der Geldpolitik könnten die Notenbanken sich ein wenig aus dem Spiel nehmen und sogar die Zinsen leicht normalisieren, während die Regierungen mit Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz in die Bresche springen."

Natürlich dürfen die "Outrageous Predictions" nicht als offizieller Marktausblick verstanden werden. Sie sollen den Blick dafür weiten, was zwar nicht gerade wahrscheinlich, aber eben doch möglich ist. Logischerweise laufen die disruptivsten (und somit ungeheuerlichsten) Ergebnisse den Konsenserwartungen diametral entgegen.

Das Schweizer Wirtschafts- und Lifestyle-Portal "Moneycab" liefert auf seiner Website eine Zusammenfassung der Vorhersagen in deutscher Sprache, die wir Ihnen keinesfalls  vorenthalten möchten – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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